Monoton

15.55 Uhr, 17 Grad, bewölkt … Ich hoffe es kommt noch kein Regen. Warum, ergibt sich aus meiner Erzählung …

Sie vorsichtig was du denkst … B-)

Gestern Abend saß ich auf dem Sofa, hüpfte in Facebook rauf, runter, hin und her und knuddelte mal Pepino, mal Sidi, mal einer meiner drei Musketiere … Friedlich.

Friedlich? Ja und Nein. Denn, es dachte etwas in mir:
„… jeden Tag das Gleiche … Aufstehen. Kaffee trinken. Spazieren gehen. Tiere und mich füttern. Abwechselnd mal Garten machen, Pool putzen, Blätter aufkehren, Haus putzen, Einmachen … etc. Bräuchte mal wieder etwas mehr Abwechslung …“

Vergessend, dass ich die letzten Tage einen Unterstand für das Holz baute, Maronen aufgesammelt habe, bei Juan die letzten Mandeln vom Baum gepflückt, Vorhänge genäht habe, mal Lara, mal Andrè hier zu Besuch war, ein tolles Photoshooting mit Lara erfahren durfte …
“ … wäre schön, wenn bald mal wieder jemand eine Weile hier verbringt … vielleicht sollte ich doch wieder Umziehen, irgendwo hin wo mehr los ist … vielleicht sollte ich doch mit jemandem zusammen ein Projekt machen … usw. usf. …“ …

 

 

Also wenn schon „Bäh-Stimmung“, dann auch möglichst an der Realität vorbei und so richtig schön intensiv … kicher

Irgendwann schlenderte ich dann, wie jede/n Abend/Nacht, ins Bett. Knuddelte aber erst noch, wie jeden Abend bevor ich unter die Decke schlüpfe, Pepino. Schob Sidi, auch wie jeden Abend, an den Bettrand, damit ich überhaupt ins Bett kann … Knuddelte auch mit ihr noch eine Weile, wie jeden Abend. Löschte das Licht, wie jeden Abend. Ließ meine Hand auf ihr liegen, wie jeden Abend, außer wenn es eiskalt ist …

 

     

 

Dann, auf einmal spüre ich ein sanftes Krabbeln auf meiner Hand. „Flöhe!!!“, schoss es durch meine Gehirnwindung. Licht an, nicht wie jeden Abend! Wirklich ein Floh auf meiner Hand. Einer, wäre ja noch okay gewesen … ich schaue Sidi an und … MADONA!, da krabbeln unzählige Flöhe auf ihrem Fell herum … Aufspringen. Mit raus nehmen. Flohkamm hervor kramen und los geht es … Ich habe sie nicht gezählt … dann Attacke mit dem Flohkamm auf Pepino. Kaum Flöhe.

„Äh, wieso den das? Er war doch im Tierheim und hat sie doch mitgebracht? … Oder? … Na egal, Sidi ist voll davon … “ … also weiter, Flohkamm durch die Katzenfelle gleiten lassen … auch nichts … gut … also Sidi … und mein Bett …

Um 3 Uhr ging ich dann wieder ins Bett, nachdem ich alle Tiere gekämmt und Tiere, Bett, Sofa, Teppich etc., mit einem Bio-Anti-Floh-Mittel eingesprüht, und, nachdem ich meine Bettwäsche und mein Schlafanzug, in die Waschmaschine verfrachtet und eingestellt hatte …

Da lag ich dann in meinem (Floh)Bett und dachte:
… soll ich Sidi heute aus dem Zimmer sperren … Nein kann ich nicht, sie kann ja nichts dafür, dass sie Flöhe hat … und jetzt kann ich mir vorstellen, dass noch viele Flöhe hier im Bett und auf mir herum krabbeln und das es mich nun überall juckt … Ich entschied mich gegen diesen Film und schlief ruhig und zufrieden ein. Ich habe getan, was ich in der Nacht gerade tun konnte … Alles andere entzieht sich gerade meiner Macht und Möglichkeit PUNKT

Heute morgen ging es dann weiter, nochmals alle Durchkämmen, alle samt mir, nach dem Duschen, mit Kokosöl einschmieren … Weder Kämmen noch eingeschmiert werden, ist bei meiner Rasselbande gut angekommen … Zur Apotheke runter laufen und Antiflohmittel besorgen. Jeder Fellnase noch zusätzlich in einem Stück Wurst, 5 Cocos-Globuli C200 und nochmals Kämmen … Den gewechselten Schlafanzug und alle Kleider, alles Tierdecken, waschen und dann alles minutiös Saugen …

Geschafft! Wenn überhaupt noch ein Floh im Kamm ist, dann einer der über die Regenbogenbrücke ging. Sorry, tut mir leid aber noch mehr Haustiere will ich einfach nicht!

Tja, sei vorsichtig was du denkst …

Auf jeden Fall war nun alles anders … anders als „Monoton“ … schmunzel …

 

 

Natürlich habe ich darüber nachgedacht, ob ich „so was“, so ein „Malheur“ des Lebens, als Anbieterin eines Gästezimmers, teilen darf/soll … ? Nach dem Motto: „He, ich habe an einen coolen Ort dein Gästezimmer mit Garantie, dass du auf jeden Fall Gesellschaft hast …“ … lol

Spannend, was so ein Ereignis alles so ans Licht bringt und zeigt.

Zum Beispiel, war/bin ich selbst erstaunt mit welcher inneren Ruhe und Gelassenheit ich einfach „erledigte“ was ich Nachts und heute Tagsüber, dagegen tun konnte … In meinem Herzen einer meiner Lieblingssätze: „Geschehe nichts Schlimmeres. DANKE“

Und auch die Wahrnehmung meiner Gedanken über Teilen/nicht teilen. Darf ich mit so was, als „Gästehaus“ raus? Entdeckung alter Programmierungen und Ideen darüber wie „Werbung“ zu sein hat: Immer schön nur die Sonnenseite beleuchten … “ … denn wer will schon wohin gehen, wo Tiere auch mal Flöhe haben könn(t)en? … “ …

Passiert vermutlich jeder/jedem TierhalterIn mal … aber doch nicht mir, nicht in einem Gästehaus!!!

Ich bin froh und dankbar für die Lektion und dafür, dass das erneute Kämmen keine weiteren Flöhe ans Tageslicht beförderte. <3

Die nächsten Tage werden trotzdem mit minutiösem Saugen, Kämmen weiter gehen und übrigens, das Gästezimmer und der Behandlungsraum ist Sperrzone für meine fünf Fellnasen … also Floh frei … 😉

Tja, sei vorsichtig was du denkst und wie du dein Leben interpretierst … es ändert sich schneller als du denkst … B-)

 

One Comment

  1. Christina

    Ich liebe das Herz meine Elfe…. 🙂 Bei deiner Überschrift fiel mir spontan der Song „Monotonie….. in der Südsee“ ein…. 🙂 Nice song. Und…. fleißig warst Michéle… nun ist das Haus wunderschön wie immer und elfengleich sauber. Wundervoller Ort… und KEIN Gast braucht Angst vor Flöhen oder anderes Getier… also außer den wohlerzogenen 😉 Vierbeinern… zu haben.
    Kann mich nur wiederholen… wundervoller, magischer, himmlischer, stiller und und und Ort… Fahrt hin und erlebt es selbst… its magic… including the wonderful powerful nature… 5 Schritte hinter dem schönen Haus. Liebe Grüße an Euch da draußen…. Ich drück Dich Michéle. Bussi BB… Christina

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

code