Geld – Heißes Eisen für mich

„Über Geld spricht man nicht. Geld hat man.“

Das ist so ein versteckter Glaubenssatz. Ein Erbe aus meiner Kindheit in der Schweiz. Es ist nichts was so direkt gesagt wird, aber ist so eine schweizerische „Eigenart“ des nach Außen sich präsentieren und zeigen.

Ich und das liebe Geld

Also so eine wirkliche Liebesbeziehung haben wir beide nicht. Geld ist nur vom Verstand her in meinem Fokus. Klar James argumentiert zu recht damit, dass ich ja Miete und Nebenkosten und das Futter für meine Fellnasen und mich und die Krankenkasse und überhaupt, zahlen muss … „Pepino muss eine Zahnreinigung bekommen … du musst zum Zahn- und Augenarzt … dafür MUSST du Geld haben …“

„Ja James, ist mir klar aber so lange du keine wirklich zündende Idee beisteuern kann, die Geld in mein Leben fließen lässt, hältst du einfach die Klappe.“

Was ich mir wünsche?

Das Geld einfach nichts ist, worüber ich mir Gedanken machen „muss“. Es soll einfach da sein, damit ich meine „Arbeit“ tun kann. Was meine ich damit?

Ich liebe es andere Menschen zu begleiten. Mit ihnen gemeinsam ihren Rucksack auszupacken. Sie dabei zu unterstützen, ihren Ballast ausmisten zu können. Sie dahin zu begleiten, das Schöne in ihnen selbst und im Leben wahrzunehmen. Sie dazu zu animieren, sich von „alten“ Ideen zu lösen und den Moment zu genießen. Ihr Licht unter dem Scheffel hervor zu holen. Ihre Talente wahrzunehmen und anzuerkennen …

Wenn ich bei einer Anfrage nach einer Auszeit in meinem Haus oder nach einer kabbalistischen Geburtsanalyse bekomme und wirklich spüre, dass dies in meinem Gegenüber ein Herzenswunsch ist, gerade wichtig/dran ist, ja dann „arbeite“ ich für wenig oder gar kostenlos wenn es sonst am Geld scheitert …

Dies ruft James (meinen Verstand) immer wieder auf die Bühne, der meint, dass dies nicht geht: „Wie willst du die nächste Miete bezahlen? … Du kannst doch nicht immer auf Kosten von anderen leben … Du kannst doch nicht erwarten und hoffen, dass das jetzt so weiter geht und dich andere Menschen finanziell unterstützen … Mach mal was!“

Für James ist arbeiten nur dann Arbeit, wenn Geld rein kommt. Ein tiefer, erlernter, eingehämmerter Glaubenssatz, der nicht wirklich mit meinem Wesen konform geht. Und da „kämpfen“ wir beide immer mal wieder miteinander.

Er, mein Verstand: „Mach endlich was, was Geld einbringt, damit du die Sorgen los bist.“
Mein SEIN: „Entspanne dich, du bekommst und gibst.“
Verstand: „Ja, aber du kannst es ihr/ihm vermutlich nie zurück zahlen.“

Und dann werde ich traurig. Fühle mich falsch und als Versagerin. Spüre wie sehr ich mir wünsche, Menschen für die es gerade gut und ein Geschenk für ihr Inneres in Frieden kommen ist, unabhängig vom Geld, begleiten zu „dürfen“. Nicht aufs Geld schauen und es „verlangen“ zu müssen. Weil es mir darum nicht geht. Geld ist mir einfach egal, der Mensch der da vor mir „steht“ und gerade nicht weiter weiß, diesem Menschen bedingungslos die Hand reichen zu können, ist mein SEIN.

Ja, ich werde von einigen Menschen finanziell unterstützt und es fällt mir nicht leicht dies ohne es direkt ausgleichen oder zurück zahlen zu können, zu nehmen. Ich sehe zwar, dass das Geld welches ich geschenkt bekomme, anderen zugute kommt und es mir den Freiraum schenkt, für weit weniger Ausgleich als er in meiner Homepage steht, arbeiten/begleiten zu dürfen … Trotzdem nagt ein schlechtes Gewissen in mir. Die starke Idee die uns alle prägt: Geld gegen Leistung / 1:1. Du nimmst meine Begleitung in Anspruch also bekomme ich von dir den Wertschätzungsausgleich.

Ich pendle also immer wieder zwischen diesen beiden Welten. Zwischen Verstand und Herz/SEIN und ja, das reibt immer mal wieder ziemlich heftig in mir. Zum Beispiel wie heute als ich mit meiner Tochter sprach und ich sagen musste, wenn ich das Geld habe, fliege ich jetzt wieder mal zu dir … Aber ich weiß es nicht ob es da sein wird. Oder im Wissen, dass Pepino unbedingt eine Zahnreinigung braucht … abgesehen davon, dass auch ich Zahn- und Augenarzt, eventuell eine neue Brille brauche …

Uff …

Über Geld spricht man nicht …

Immerhin eine „Gefängnistür“ aufgeschoben und über Geld gesprochen …

Bitte keine Vorschläge wie ich Geld mit xy verdienen könnte. Ich eigne mich absolut nicht, anderen Menschen etwas zu „verkaufen“. Weder meine eigene „Dienstleistung“ noch sonst irgend etwas. Wenn mich etwas begeistert, dann gebe ich das weiter aber jemanden etwas aufschwatzen, zu verkaufen, liegt mir nicht … Und, ich muss das auch nichts ändern. An mir arbeiten. Eine andere Sicht darauf bekommen. Wünsche ins Universum schicken. Die Summe die monatlich zu mir kommen soll, fühlen/visualisieren oder ein eventuelles Geld-Kindheits“trauma“ aufarbeiten …

Ich bin Begleiterin aus dem Herzen, aus meiner Intuition. Das ist meine „Aufgabe“, meine Fülle und mein SEIN. Wer mich finanziell unterstützt, kann sicher sein, das es ein Nehmen und Geben ist – aber eben nicht immer 1:1

 

 

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