(un)Wetter 14. Sept. 2019

Um 3 Uhr bin ich aufgewacht. Was ist den hier los. Ständiges aufleuchten in meinem Schlafzimmer. Etwas irritiert schälte ich mich aus dem Bett und torkelte zum Fenster. WOW, das sah irre aus. Wo ist mein Fotoapparat.
 
Ich öffnete das Fenster und lies mich über eine Stunde davon faszinieren. Ich spürte die Sorge um die Menschen die „da drüben“ wohnen. „Hoffentlich bleiben alle heil …“ Schon letztes Jahr gab es in Andalusien heftige Gewitter, welche auch Menschenleben forderte. So schaute ich zu und „betete“ gleichzeitig für all jene die gerade in diesem Blitzgewitter sind/leben … Was mich irritierte war, das Ausbleiben des Donners … Um 4 Uhr schlüpfte ich wieder unter die Decke um, um 5 Uhr unsanft nochmals aus dem Schlaf gerissen zu werden. Wollte das Licht anknipsen … kein Strom. Egal, erst mal raus und Pepino und die Katzen rein holen. Pepino und Blanc waren schon vor der Tür. Es hagelte. Durchs Haus gerast und alle Rollläden runter gemacht … Ich befürchtete, dass der Hagel mir noch die Fenster zertrümmert … Später als der Sturm nachließ, ging ich raus und sah, dass die Hagelkörner nicht so groß waren, wie sie klangen …
 
Inzwischen hatte ich eine Kerze angemacht.
 
Meine Nerven lagen erst mal blank. Ich zitterte am ganzen Körper. Der Lärm vom Wind und dem Hagel waren Ohrenbetäubend. Sidi, Pepino und Blanc liefen ständig hin und her zu mir, wieder weg, drehten sich um sich selbst … Es war irgendwie surreal. Immer wieder dachte ich an die Menschen um mich herum: Hoffentlich geht es allen gut. Dann las ich in Facebook, dass in Murcia evakuiert wurde und das Unwetter bereits Menschenleben eingefordert hat …
 
Zwischen Faszination und heulen schleuderte es mich hin und her … aufgepeitscht wie Mutter Natur draußen … und doch, meine Liebe zum Fotografieren und Filmen drückte trotzdem durch und so, ein paar Eindrücke der letzten Nacht …

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