Verlieben

Gestern war echt ein turbulenter Tag. In meinem Kopf viele akrobatische, geniale Leistungen um alles miteinander zu verbinden, was da so an Themenfelder herum turnten.

Vorgestern geschah etwas, was mich aufwühlte, was ich nicht einsortieren konnte. Etwas wofür ich mich etwas „verurteilte“ im Sinne von: Ich habe nicht aufgepasst, nicht richtig zugehört, Signale übersehen … etc. Am Morgen dann, bei meinem ersten Kaffee las ich einen Beitrag über Achtsamkeit von Dr. Harald Daub. Ich begann zu schreiben. Es schrieb und schrieb und schrieb … Ich kürze aber jetzt ab: Im Laufe des Schreibens landete ich bei mir und dem was meine Hunde mir gerade alles beibringen. Zu finden im Beitrag „Schüttle dich“ wo ich am Schluss schreibe:

Ich verliebe mich gerade … … … neu in meine fünf Fellnasen und ins Leben <3

… was bedeutet für mich eigentlich das Wort „verlieben“? … Mh? Das ist eine ganz andere Geschichte … 😉

 

Bei meinem Morgenkaffee gestern, lese ich dann den Beitrag über Achtsamkeit, von Dr. Harald Daub, Gründer von Silent-touch.

Nun hatte ich zwei Wortbegriffe: Verlieben / Achtsamkeit. In mir spürte, dass sie irgendwie zusammen gehören. Das reichte James meinem Verstand und der Geschichtenerzählerin aber nicht … Also ging ich erst einmal auf einen 4stündigen Spaziergang mit Sidi und Pepino durch „meinen“ wundervollen Naturpark, Parque Tejada, der direkt hinter meinem Haus beginnt … Beim Laufen reifte im Unterbewusstsein der Samen aus dem Beitrag von Harald und meinem Wort …

 

 

Ich erkannte, dass ich auf dem Stand bin/denke, dass ich mich nicht mehr verlieben kann … das ich mich nicht mehr verlieben will! Da ist die Verknüpfung noch in mir, verlieben bedeutet für mich, mich zu verlieren. Und davor habe ich Angst. Das ist etwas, worauf ich keinen Bock mehr habe PUNKT.

Dahinter steckt die Angst vor mir selbst. Es sind Erinnerungen, Vergangenes, mein eigenes Verhalten, mein früherer Ausdruck in „Liebesdingen“, vor der ich Angst habe. Angst, dass ich das nochmals durchspiele … Was denn? Das Spiel der Verlustangst und der Rattenschwanz, der dies nach sich zieht. Eifersucht und die dann dazu führt, mein Gegenüber/meinen Geliebten, kontrollieren, hinter ihm her zu schnüffeln … Wenn ich jeweils an dem Punkt des Selbstverlustes ankam, und bisher kam ich noch in jeder Partnerschaft an den Punkt, dann war es Zeit allein und später mit meiner 6j. Tochter, weiter zu gehen …

In diesem Film nochmals die „Hauptrolle“ oder gar eine „Nebenrolle“ einnehmen? No. Muchos gracias.

 

 

Was hat das alles nun mit Achtsamkeit zu tun?

Alles.

Verlieben so wie ich es kannte, hatte nicht wirklich viel mit Achtsamkeit zu tun sondern vor allem damit mein innerstes Bedürfnisse zu stillen, die innere Leerstelle aufgefüllt zu bekommen: … gib mir das Gefühl wertvoll zu sein … Dieses Gefühl vermittelt die Verliebtheit. Für eine Weile fühlt man sich „richtig“, wertvoll, schön, angenommen, gesehen .. und so weiter … Nur, das vergeht. Die alten Themen in einem krabbelten irgendwann wieder in den Vordergrund …

Achtsamkeit bedeutet heute für mich: Achtsam mit mir sein. Präsent sein. Auf mich Acht geben. Mich spüren. Meinen innersten Impulsen (Wahrheit) folgen. Dem Herzverstand folgen … damit, so interpretiere, vermute ich, kommt man der bedingungslosen Liebe schon ziemlich nahe …

Keine einfache Übung, den bunten schönen Vogel der LIEBE nicht in einen Käfig der Erwartungen, Bedürftigkeiten, Vorstellungen etc., zu sperren …

… aber schlussendlich, wenn es sein soll, dann werde ich mich wieder verlieben, ob ich das will oder nicht … lach … Also alles nur Mindfuck, weil die Geschichtenschreiberin gerne Geschichten erzählt B-)

Ob ich meinen Weg und die Art wie ich geliebt habe, ablehne, verurteile?

NEIN, dafür ist es viel zu GENIAL.

Alles was geschah, geschah um die kindlichen Wünsche eines kleinen, 5-6 jährigen Kindes zu erfüllen. Dies jedoch ist wiederum eine andere Geschichte …

Achtsamkeit: Beitrag von Dr. Harald Daub
Homepage Silent-touch

 

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