Woher kommen Gedanken

13.11 Uhr, 10 Grad, grau und sonnenlos … immerhin gerade weder Regen noch Wind … ist doch schon mal eine Besserung …

Woher kommen Gedanken …

Vor ein paar Tagen, in einem Austausch mit einer lieben Freundin, stellte sie die Frage: Woher kommen Gedanken … In diesem Moment hatte ich keine Lust tiefer darauf einzugehen. Doch die Frage blieb in meiner Nähe und ploppte immer mal wieder auf …

So versuche ich nun, meine Idee dazu, in Worte zu fassen :

Wie entstehen Gedanken? Ist für mich erst einmal zu klären. Hier gehe ich einfachheitshalber davon aus, dass mein Gehirn einfach so „konstruiert“ ist … Gedanken gehören zum Bauplan des Menschen …

Beantwortet natürlich nicht die Frage, woher die Gedanken kommen. Werden sie produziert, so wie jede „Maschine“ halt etwas produziert … ? Oder kommen sie von „Außerhalb“? Lernen wir nach Geburt erst das Denken? Und, ist es überhaupt wichtig zu Wissen woher sie kommen oder geht es vielmehr darum, sie wahrzunehmen und somit auch einfach mal vorbei fließen lassen zu können oder gar bewusst in eine andere Richtung zu denken? …

Ich nehme zwei Arten von Gedanken wahr. Solche bei deinen ein Ereignis dazu führt, dass ich über das Ereignis oder auch darüber wie ich es anders lieber hätte oder über eine mögliche Lösung, nachdenke. Ein Ereignis im Außen löst in mir Gefühle aus, vielleicht löst auch der erste unbewusste Gedanke (Wertung/Bewertung) zum Ereignis, ein Gefühl aus, über das dann weiter nachgedacht werden kann … Die Wertungen/Bewertungen kommen aus dem was ich bisher weiß, erfahren und erlebt habe und löst ein „bekanntes“ Gefühl zum jetzigen Ereignis … Eine Wertung/Gefühl, für die Jetztsituation, die einer alten und abgespeicherten Situation möglichst ähnlich ist …

Also, Erlerntes. Programmiertes. Ein Form wie Gedanken (Gefühle) entstehen.

Die „Verstandesmaschine“ will Antworten, will Erklärungen dafür, warum es gerade dieses Gefühl auslöst … Auch nicht von ungefähr: Du musst doch wissen warum du … gerade traurig bist … durcheinander … glücklich … etc. Also, auch erlernt und einprogrammiert, Gründe für den Momentzustand zu suchen und zu haben. Aus dieser Art von „Gedanken“ auszusteigen und nur das Gefühl, ohne „blablabla“ im Kopf, zu fühlen, ist oft gar nicht so einfach … Doch darum, so glaube ich, geht es, wenn man aus dem „Mindfuck“ alter Muster aussteigen und FÜHLEN lernen möchte …

De facto: Diese Art von Gedanken macht mein Verstand.

Die zweite Art von Gedanken die ich wahrnehme, sind die „Geistesblitze“. Woher kommen die? Meine Idee dazu ist, dass diese aus dem „Allem“ kommen, da ich Teil von „Allem“ bin … oder so ähnlich …

Meine Schlussfolgerung:
Wenn ich es schaffe das automatische, erlernte und einprogrammierte „blablabla“ meiner Verstandesmaschine abzustellen oder zumindest leiser zu stellen oder einfach durchfließen lassen zu können, dann entstehen auch mehr „Geistesblitze“, die mir aus dem „Allem“ den Weg weisen …

Diese Geistesblitze fühlen sich für mich dann auch „wahr“ und „lebensbejahend“ an. Sie bringen mich weiter auf meinem Weg. Öffnen meinen Horizont und Erfahrungsschatz und lassen mich Neues fühlen, erfahren und erleben.

Jedoch habe ich, wie wohl die meisten Menschen gelernt, dass man nachdenken MUSS.

Meine Sicht inzwischen darauf ist, dass ich nur über das Nachdenken kann, was ich weiß und was an Wissen/Erfahrungen in mir gespeichert ist … also bleibe ich mehr oder weniger in dem „gefangen“ was ich kenne … egal wie lange ich versuche „nachdenkend“ einen neuen Weg zu gehen …

Also mehr einfach FÜHLEN was gerade ist ohne James, meinem Verstand, nicht ständig zuzuhören sondern möglichst nur das ausgelöste Gefühl, ohne Angabe von Gründen, zu fühlen …

 

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