STOPP DAS BETTELN

STOPP DAS BETTELN

und lade den Mann als Königin ein.

Frauen haben gelernt zu warten. Zu lange. Ich beobachte in unserem Netzwerk viele Frauen in starken Veränderungsprozessen. Sie wissen, was ihnen fehlt. Sie wissen, was sie wollen. Und doch zögern sie häufig, mit voller Kraft loszugehen. Oft bremst sie die Furcht, der Mann an ihrer Seite könnte nicht mitziehen, und sie wollen ihn nicht verlieren. Oder sie haben gerade einen Mann kennengelernt, der sie interessiert. Doch dieser setzt sie in eine Warteschleife. Egal, wie überzeugend dir dein evolutionäres Gedächtnis versucht einzureden, dass du genau diesen Mann für dein Überleben brauchst – du brauchst ihn nicht! Es hat nichts mit Liebe zu tun, wenn du dich vor ihn hinhockst, bittest, bettelst, dich selbst und ihn nervst und auf ein Wunder hoffst. Tu dir den Gefallen und hör auf, auf Männer zu warten. Lade ihn ein und dann lass los.

Ich meine hier nicht die Vereinbarungen, die zwei Menschen eingehen, wenn sie eine Familie gründen. Hier werden Regeln aufgestellt und diese müssen von beiden eingehalten werden. Ich schreibe von der Hingabe eines Mannes an eure Beziehung. Die kannst du nicht einfordern. Ich verstehe deinen Schmerz, denn du siehst eure Möglichkeit. Doch er muss da selbst draufkommen. Wenn du an ihm ziehst, wird er mehr damit beschäftigt sein, dich abzublocken, als frei herauszufinden, wie viel ihm diese Beziehung tatsächlich wert ist. Du willst keinen Mann, den du überreden musstest. Du willst einen Kerl, der an deiner Tür Sturm klingelt. Korrekt? Also steck deinen Kopf in kaltes Wasser und dann schau noch einmal nüchtern hin.

So viele Frauen wollen nicht klar erkennen, was er mit seinen Handlungen so offensichtlich ausdrückt. Ihr seht und hört das, was ihr euch wünscht, anstatt die Realität. Männer sind Meister darin, die Hoffnung einer Frau mit kleinen verbalen Häppchen wach zu halten, doch in Wahrheit einfach weiter ihr Ding zu machen.

Wach auf!

Ich weiß, dass wir Männer wunderbare Liebhaber sein können. Ich weiß, wie sehr uns eine lebendige und tiefe Beziehung bereichern, beflügeln und heilen kann. Doch ich sehe auch, wie sehr sich Männer vor dieser Hingabe fürchten oder aber den Wert einer solchen Partnerschaft noch nicht erfasst haben. Diese Chance zu erkennen und sie voll wahrzunehmen – diese Wahl muss in uns allein fallen. Dein Drängen lenkt ihn ab und erzeugt Widerstand. Es entsteht ein trauriger Teufelskreis. Je mehr du energetisch ins Betteln oder Fordern verfällst, desto unattraktiver wirst du. Die Ausstrahlung deines Eros sinkt in den Keller. Du wirst dich weniger wert fühlen und der Mann wird deinen Wert nicht mehr spüren.

Ich befürworte damit auf keinen Fall all die albernen Machtspiele, zu denen manche »Beziehungsratgeber« auffordern, nach dem Motto: »Lass ihn zappeln, dann kommt er schon.« Wenn du mich fragst, ist das Teenagerniveau. Das mag bei unbewussten Männern funktionieren, doch nicht bei einem König. Finde die Königin in dir. Wenn diese einen Mann für potenziell würdig erachtet, spricht sie eine offene Einladung aus, ein Gespräch, eine Nacht oder eine echte Partnerschaft mit ihr zu teilen. Und dann lässt sie los. Ich weiß, das kann hart sein, denn du wirst dich mit alten Konditionierungen und den damit verbundenen starken Emotionen auseinandersetzen müssen. Doch bitte sei es dir und der Möglichkeit dieser Beziehung wert. Wenn er dein Mann für diese nächste Runde der Evolution ist, brauchst du nicht um ihn zu kämpfen. Er wird sich voller Freude für dich erheben.

Wenn du einen Menschen dafür verantwortlich machst, deine Defizite zu kompensieren, vertreibst du die Liebe. Du bist die Quelle deines Glücks. Es ist nicht schlimm, wenn deine Bedürftigkeit oder alte Wunden in einer Beziehung getriggert werden. Die Frage ist nur, wie gehst du damit um? Wenn du den Mann vor dir für deine Erfüllung verantwortlich machst, schwächst du dich und erhöhst ihn. Du gibst deine Macht ab und verrätst die Liebe für eine Fata Morgana. Du kannst dich in solchen Momenten nicht auf deine Gefühle verlassen. Dein limbisches System spielt verrückt und trübt deine Sinne. Schreib es dir fett an die Wand:

 

Er schuldet mir nichts und ich brauche ihn nicht.
Ich bin die Quelle meines Glücks.
Ich warte nicht. Ich lade ein.

 

Aus dem Buch Genesis von Veit Lindau.

Bildquelle mir unbekannt

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