Wie Innen so Außen

ACHTUNG TRIGGER

Was löst das, was im Außen geschieht in mir (dir) aus?

Die letzten drei, vier Tage bin ich mit meiner größten Angst konfrontiert worden – mit meiner Todesangst die ich als Kind erlebte, als ich mit 5 Jahren zufällig in das Zimmer der geliebten meines Vaters tratt und dort ein totes 7 Monate Mädchen in seinen Armen sah, meine Mutter zwischen den Beinen der Geliebten, dass Lacken voller Blut und die Frage meines Vaters an meine Mutter: „Was mache ich jetzt damit?“ – „Verscharr es im Wald“, antworte meine Mutter … Ich habe bis heute eine Lücke, was danach geschah … wie ich überhaupt wieder in mein Bett zurück kam … Null Erinnerung daran. Ich weiß nur, dass ich von da an immer Angst hatte, dass ich irgendwann vielleicht im Wald verscharrt werde … An die Szene selbst begann ich mich nach vielen Therapien erst 35 Jahre später wieder zu erinnern … Und ich habe mit ca. 40 Jahren diesen Ort des Geschehens besucht, eine Nacht in diesem Zimmer verbracht und bin durch die Hölle gegangen aber ganz offensichtlich wartet da ein Rest dieser kindlichen Todesangst weiter auf Erlösung.

Und ja, das was hier im „Privaten“ gerade zwischen uns einstigen Projektparter*innen geschieht, hat diese Angst erneut ans Licht gebracht. Die Angst, die sich vor etwas mehr als 5 Jahren in Panikattacken und lebensbedrohliche Kehlkopfkrämpfe mit meiner zweiten Nahtoderfahrung zeigte und ich da aber nicht fassen, verstehen konnte, warum ich solche Panik – nicht zum ersten Mal in meinem Leben, habe.

Jetzt hat sich durch eine Drohung vor drei Tagen des Projektpartners diese Todesangst nochmals gezeigt und ich konnte sie fühlen, sehen und da lassen. Innerlich wie Espenlaub zittern aber JUHUUU, keine Kehlkopfkrämpfe. Danach, als mein System sich beruhigte weil ich mich nicht vor den Gefühlen dieser Todesangst abgelenkt habe, geschah auf ganz andere Weise, die ich so noch nie erlebt habe, eine Begegnung mit meinem kleinen inneren Kind, dass ich einst war. Vor mir als Erwachsene, stand dieses kleine Mädchen und ich fühlte soviel Liebe für sie, soviel Mitgefühl aber auch Freude. Ich sah ihre Stärke, ihr Licht, ihren Lebenswille, ihren Trotz zu Überleben und es/ich sprach aus meinem tieften Herzen zu ihr . „Ich sehe dich und ich weiß, du wirst noch viel Dunkles erleben aber es wird dich nie von der Liebe in dir trennen können.“

So langsam wird mir bewusst was für eine Stärke und auch Liebe in mir verankert ist.

Ein Traum aus meiner frühen Kindheit ist immer mal wieder sehr präsent. Ich sah eine Straße an der viele Häuser stehen. Die Häuser sind schwarz. Die Bäume am Straßen rand sind verwelkt und lassen ihre Äste hängen, es ist alles düster und da steht ein kleines Mädchen in Lumpen gekleidet, schmutzig und traurig und schaut auf die andere Straßenseite wo im Sonnenlicht genau die gleichen Häuser und Bäume stehen, wo die Luft von Vogelgeszwischer erfüllt ist und wo eine erwachsene Frau bunt gekleidet und beschwingt auf dem Gehweg tanzend dahin geht … Und ich wusste als Dreikäsehhoch, dass das ich bin … Und ja, ich habe viele Phasen und Momente so gelebt, mich so gefühlt dafür bin ich unendlich Dankbar.

Wie Innen so Außen

Meine Wahrnehmung des Außen ist, dass durch die C-Krise oder durch andere Dinge die im Außen, in der Familie, unter Freunden geschehen, viele mit ihren tiefsten Schatten, Kindheitsverletzungen, nochmals oder zum ersten Mal vielleicht, konfrontiert werden und nun entscheiden dürfen, ob sie weiter im Außen kämpfen oder erst einmal sich ihrem eigenen inneren Kampf von Licht und Schatten zuwenden.

Ich weiß für mich, dass ich nur nach Außen schauen muss und dann hören und fühlen darf, was ich über das was im Außen geschieht denke, was es an Emotionen auslöst, um meinen eigenen Schatten in mir zu begegnen.

Was fällt dir im Außen am meisten auf?
Was im Außen beschäftigt, triggert dich gerade am heftigsten?
Was von dem was du im Außen wahrnimmst, löst Wut, Angst, Orientierungslosigkeit, Fassungslosigkeit oder Hilflosigkeit aus?
Was fühlst du?
Wie fühlt sich die Situation für dich an?

Vielleicht ist es dran, statt im Außen in den Kampf zu gehen, still zu werden und in dein Inneres zu gehen – um deine Wunde, deinen Schatten in dir zu sehen, den du im Außen wahrnimmst.

Ich spüre für mich, ich bin mit der Heilung dieser Wunde noch nicht durch. Aber ich spüre auch die Liebe und die Geduld und den Mut, dies zu fühlen, anzuschauen, meine Blockierungen zu erkennen die mich von mir selbst trennen – so wie ich in den meisten C-Diskussion Trennung wahrnehme – die mich auf meine innere Trennung hinweist – zu meinem höchten Wohle …

Ich habe meinen Schatten noch in mir, bin noch nicht wirklich in meiner Kraft oder anders, ich habe nie gelernt wie das geht mit dem Grenzen setzen, wie ich mein Nein ohne Angst „getötet“ zu werden, kommunizieren kann …

Jedoch ich will es lernen und habe das Gefühl, dass es viel einfacher ist, als James, mein Verstand dies interpretiert. Im Moment geht es nur darum, tief ein- und auszuatmen und diese, meine versteckte und vorhandene Kraft der Selbstermächtigung mehr und mehr zu spüren, mich ihrer bewusst zu sein und mir klar zu werden, dass ich viel, viel stärker bin als ich es meistens zulasse …


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