Waschsalon

Hier am neuen Ort entsteht nun kein Haus der Begegnung, sondern ein Waschsalon … kicher

Gestern brachte der Vermieter (endlich) eine funktionierende Waschmaschine und so spiele ich heute Waschfrau. Er sagte mir dann, dass er die kaputte repariert am Sonntag zurück bringt und wieder in die obere Wohneinheit stellt. UND, dass er noch eine kleine hätte, die er repariert und mir ins Bad meiner kleinen „Villa“ stellen kann … WOW.

Ich meine, das Tempo mit dem es hier vorwärts geht, ist Andalusisch. Die Uhren ticken hier anders, langsamer, gemütlicher, gemächlicher … Das, wonach sich die meisten „Nordeuropäer“ sehnen. Viele kommen hierher um diesen ruhiger dahin fließenden Lebensfluss zu genießen jedoch mit dem „deutschen“ Anspruch auf Perfektion und Soforterledigung. Und, ich bin selbst nicht gefeilt davon – jedoch so langsam lasse ich wieder los und gebe mich dem Andalusisch gemächlich dahin fließenden Lebensfluss wieder hin. Das fühlt sich gut an.

Wie auch immer, mit drei Waschmaschinen wäre doch zu überlegen ob ich das Haus von „Haus der Begegnung“ in zum Beispiel, Begegnung im Waschsalon oder Waschsalonbegegnung, umtaufe … lach … kicher …

Da fällt mir die Geschichte ein, die Matthias ElSharon Süßmann vor ein paar Tagen in einem Kommentar unter einer meiner Geschichten setzte.

Nachdenkenswert

Es war einmal ein Fischer, der neben seinem Fischerboot seine Siesta hielt. Er schaute aufs tiefblaue Meer, hörte dem leisen Rauschen der Wellen zu und schlief dann friedlich im schützenden Schatten seines Bootes ein.

Nach einiger Zeit kam in der heißen Mittagszeit ein Tourist vorbei und meinte: „Ich habe mich gefragt, woher Sie die Ruhe nehmen, sich mitten am Tag hier auszuruhen. Warum fahren Sie nicht hinaus, um Fische zu fangen? Sie müssen doch auch Geld verdienen, um Ihre Familie zu ernähren!“

Der Fischer zuckte nur mit den Schultern und antwortete: „Ich bin heute Morgen schon hinausgefahren und habe einen guten Fang gemacht.“Der Tourist fuhr fort: „Stellen Sie sich doch einmal vor: wenn Sie öfter am Tag rausfahren würden, könnten Sie die ganzen Fische, die Sie fangen, verkaufen und sich schon bald ein zweites Fischerboot zulegen.

Und die Fische, die Sie dann mit beiden Fischerbooten fangen, könnten Sie wieder für gutes Geld verkaufen. Auf das zweite Boot würden ein drittes, ein viertes und noch viele mehr folgen. Auf diese Weise könnten Sie dann schon bald eine ganze Fischerflotte aufs Meer schicken. Und in ein bis zwei Jahren, wenn Ihnen dann vielleicht alle Boote hier auf der Insel gehören, kaufen Sie sich einen Hubschrauber und kontrollieren dann nur noch Ihre Fischerboote, die auf dem Meer die Arbeit für Sie erledigen. So bräuchten Sie bald fast gar nicht mehr zu arbeiten und könnten sich ausruhen und Ihr Leben genießen…“

Der Fischer hob seine Augenbrauen, lächelte und antwortete gelassen:

„Aber das tue ich doch jetzt schon…“

~ Autor unbekannt ~

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

code