Was läuft schief?

Da ich Steven Blacks „Geschichten“ (müsste evtl. als erstes gelesen werden, um zu verstehen um was es geht 🙂 ), las ich natürlich auch diese und ja, ich schluckte einige Male leer, abwechseln damit, meinen Widerstand gegen seine Sichtweise runter zu schlucken – um aus meiner „gefütterten“ Sichtweise heraus zu treten um seine aufnehmen zu können. Steven, Danke für deine Sichtweise.

Dieses raus gehen aus der eigenen Sichtweise und etwas anderes hinein zu lassen, aufzunehmen hat eine weitere Tür in mir geöffnet und mir etwas gezeigt, wonach ich „suchte“, mich sehnte. Die Frage für mich war die ganze Zeit und schon mein Leben lang: Was ist die Lösung? Nach dem Lesen zeigte sich ein Bild, welches ich ohne Anspruch von Recht-Haben mit dir/euch teilen möchte.

Es gibt zwei Seiten/Meinungen/Sichtweisen die gerade aufeinander los gehen und sich gegenseitig von der Richtigkeit ihrer Geschichte zu überzeugen versuchen. In nenne sie mal, wie sie eben gerade benannt werden: Mainstream Gläubige und Verschwörungstheoretiker.

Das faszinierende für mich ist, dass beide Seiten das gleiche „Instrument“ einsetzen: Die Angstkeule.

Auch nochmals klar geworden ist mir der Kreis des Lebens. Alles wiederholt sich ständig – vielleicht, bis dieses Menschding einen anderen Umgang damit lernt?

Wir haben, wenn man deine Ausführungen Steven, über Pest/Cholera, Spanische Grippe und nun in der Neuinszenierung von Corona, liest also, so meine Interpretation, nicht dazu gelernt, wie „man“ in einer Krise anders umgehen könnte. Obwohl doch immer gesagt wird, aus Fehlern lernt man – was ich schon ewig dementiere

Was also läuft – aus meiner Sicht – schief?

Was ich sehe/spüre ist, dass die Angst der Menschen ausgeblendet wird.

Jedes Tier, dass sich in Gefahr fühlt/befindet, reagiert mit Flucht oder Angriff. Ein Reflex aus dem Reptiliengehirn, den auch wir Menchen haben.

Wenn ein Kind Angst hat, kann ich als Eltern dies wahrnehmen, darauf eingehen, gemeinsame Lösungen finden, was es braucht, damit die Angst aufgelöst oder das „Objekt“ der Angst, entfernt werden kann.

Vielleicht denkst du nun: Wir sind aber keine Kinder mehr.

Das spielt keine Rolle. Ob Kind oder 99 Jahre, das Reptiliengehirn wird im Falle einer Gefahr aktiv. PUNKT.

Ist uns dies bewusst, ist die Angst mit im Blick, wie anders hätte es dann eventuell „laufen“ können?

 

Wie lief es – aus meiner Sicht?

Das was auch in der Erziehung oft genug geschieht und was irgendwie zur NORMalität unserer Umgangs miteinander (noch immer) gehört. Verordnen, Befehlen, Drohen, Straffen ohne auf die Ängste des Kindes, des Volkes einzugehen und Lösungen auch dafür mit einzubeziehen.

Was sind die Ängste im Moment?

Ich weiß natürlich nicht welche Ängste der einzelne Mensch hat. Sichtbar ist die Angst davor in einer Diktarut zu landen, der Grundrechte/Freiheit beraubt zu werden, die Angst vor dem finanziellen Ruin und die Angst, vor dem Tod, vor allem vor einem qualvollen Tod, die Angst Angehörige durch den Tod zu verlieren.

Ängste:
Verlust der Grundrechte
Verlust vor finanziellem Ruin
Verlust des Lebens
Angst vor Schmerzen
Verlust von geliebten Menschen

Jede Angst hat seine Berechtigung und zeigt uns, welche Bedürfnisse wir haben.

Durch die Art der Berichterstattung von beiden Seiten wurde jedoch massiv Angst aktiviert und damit das Reptiliengehirn, dass nur 0 und 1 kennt: Flucht / Angriff. Was ein gut für sich selbst sorgen, eigenen Lösungen finden, sich selbst zu beruhigen, klar zu bleiben, sehr erschwert.

Was hätte es von Anfang an gebraucht?

Sich bewusst zu sein, dass eine solche Gefahr (ob real oder erfunden sei nun dahin gestellt – denn ich weiß es nicht), massive Ängste auslösen wird. Was doch einfach normal ist und nicht einfach ausgeblendet werden kann!

Was denkst du Steven, wie es gelaufen wäre, wenn die Angst (von Regierung/Politiker*innen) als Teil des Szenario wahrgenommen worden wäre und auch kommuniziert worden wäre?

Dies hätte zum Beispiel bedeuten können, ein sofortiges unberokratisches Grundeinkommen für alle Menschen einzuführen – ohne langes Tamtam, wer das nun braucht, bekommen darf und ohne einen Stappel von Formularen auszufühlen und zum Bettler zu werden, wo dann irgendwann entschieden wird, wer es schlußenglich „verdient“ unterstützt zu werden und wer eben doch nicht, weil …

Es hätte auch bedeuten können, dass Regierungen um das Schwarmwissen bittet, um diverse mögliche Lösungen die im Feld sind, kennen zu lernen.

Um mal zwei mögliche Aspekte zu nennen.

Was hätte dies eventuell verändert?

Das „Volk“, und ich denke die meisten Menschen hätten mitgezogen. Umso mehr, wenn die Sprecher*innen (Politiker*innen) diese Ängste wahr- und ernst genommen hätten und damit auch ihre eigenen Ängste und hätten kommunizieren können; ja ich/wir haben auch Angst … wir versuchen die beste Lösungen für uns alle zu finden und bitten darum, mögliche Ideen, wie mit der Krise human umgegangen werden kann mitzuteilen … teile mir/uns deine Ängste mit und was du „brauchst“ … zum Beispiel Beistand … gesehen werden … finanzielle Unterstützung …

Ja, dies hätte einen Krisenstab, ein Krisenmanagement einer ganz anderen Art vonnöten gemacht … und ja, dass hätte vermutlich einiges an Steuergelder verschlungen … Lässt man deshalb die psychische Begleitung/Betreuer außen vor? …

 

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