Wahrhaftigkeit / Selbstverleugnung

Mir ging es kürzlich so, dass ich bewusst wahr nahm, dass ich unehrlich bin, dass ich nicht ausspreche was sich in mir bewegt, was sich für mich ungut anfühlte und ich schwieg … auch eine Form der Selbstverleugnung. Und dies hat mich total beschäftig und getriggert … ich fühlte mich mies dabei … ich spürte überdeutlich, dass ich Unwahhaftig bin und es tat weh …

Ein altes Muster wurde geweckt, dass ich sehr gut kenne wenn ich „dominant“ scheinenden Menschen begegne, dann zieh ich mich zurück. Schweige. Erdulde. Jedoch nicht im Frieden mit mir und natürlich auch nicht mit meinem Umfeld. Es köchelte und brodelte und es schwieg weiter … Dabei nahm ich wahr, dass es/ich mich selbst angreife und dies körperliche Beschwerden auslöste … und trotzdem blieb ich Unwahrhaftig, verleugnete mich selbst … ich schwieg …

Nichts geschieht umsonst.

Diese Begegnung hat mir so klar und deutlich gezeigt, dass ich so nicht weiter machen kann. Dass es überhaupt nicht mehr geht, dass alte Strategien das Ruder übernehmen. Denn diese verkehren sich nun gegen mich selbst. Beginnen mir zu schaden. Haben mir vermutlich schon immer geschadet, nur war ich nicht wach genug um es wirklich so klar und deutlich wahrzunehmen. Dieses Mal habe ich es wahrgenommen und deutlich gespürt/gefühlt was es mit mir und mit meinem Körper macht – jedoch der nächste Schritt, Wahrhaftig zu sein, geschah noch nicht …

Ich habe klar erkannt/gespürt, dass wenn ich weiter mein SEIN von der alten Strategien wegkicken lasse, ich mich selbst krank mache …

Und auch erkannt, dass es wieder einmal, NIE um den/die Andere/n geht sondern immer nur um mich. Hier, um meine erlernten Strategien … um nicht unangenehm zu erscheinen, aus Angst mein Gegenüber zu verletzen, Angst vor möglichen Konsequenzen … und und und … Im Endeffekt die Angst nicht mehr zu gefallen, nicht mehr gemocht zu werden …

Kurz, Angst vor Ablehnung / der Wunsch geliebt zu werden.

Nur bei diesem Maskenspiel lehne ich nicht nur mich selbst sondern auch mein Gegenüber ab. Also Michèle, von nun an schickst du „Tante ich schweige und erdulde“ jeweils in die Hängematte und zeigst dich, teilst dich mit … auch, wenn es sich vielleicht erst einmal so anfühlt, als würde das Herz aus dem Brustkorb raus hüpfen wollen und du am liebsten dich in ein Mauseloch verstecken möchtest …

Alles oder zumindest vieles, geschieht zu meinem Besten auch wenn es sich nicht immer so anfühlt.

Inszwischen kann ich voller DANKBARKEIT auf diese Lektion des Lebens zurück schauen. Kann das Schöne sehen, es nimmt langsam den Raum ein.

Ist ja leider auch so, dass wenn „Tante ich schweige und erdulde“ am Ruder ist, es alles andere überschattet …

Jetzt kehrt wieder FRIEDEN in mich ein. Frieden mit meiner „Unvollkommenheit“, Frieden mit der von mir wahrgenommen scheinbaren (vielleicht auch übergestülpten) „Unvollkommenheit“ meiner „Lehrer*innen“ im Außen …

DANKE Leben

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