Vom Zebra- zum Leopardenlook

Gestern erneut eine leichte Narkose zum Reinigen der Wunde und Verbandswechsel … Irgendwie ist er seit gestern anders. Er will nicht einmal mit mir raus. Die Fahrten und die Narkosen scheinen ihm zuzusetzen, so meine Interpretation. Und noch ist es nicht überstanden. Die Wunde ist so tief, die Sehnen liegen frei und er muss wohl noch eine ganze Weile mit dem Streß klar kommen … Jeden zweiten Tag die Fahrt in die Klinik, eine leichte Narkose um die Wunde zu reinigen und das Beinchen neu zu verbinden.

Und ja, auch ich fühle mich leicht getreßt. Merke, dass wenig Zeit für die vier anderen bleibt, dass in mir ständig eine Angst um ihn, wabert. Es ist nun, nachdem er gestern wieder untersucht wurde, ziemlich sicher, dass er von einer Schlange gebissen wurde, eventuell einer Viper. Wenn es so ist, wundert er mich nicht mehr, dass ich am Anfang das Gefühl hatte, dass er zwischen den Welten hin und her pendelte.

Ein weiterer Streß in mir verursacht der Moment wo ich die Klinikrechnung bekommen werde … Aber gut, es ist wie es ist und JETZT ist das Wichtigste, dass der kleine Kerl gesund und die Wunde am Bein gut versort wird und alles andere … kommt wie es kommt.

Ich freue mich, wenn ihr ihm weiter eure Heilernergie schickt. DANKE

Es ist ja nur ein Tier

Hier in Spanien verursacht die Art wie wir „extranjeros“ (Ausländer) mit unseren Tieren umgehen, oft ein Kopfschütteln.

Ich hatte gestern auf meinem Spaziergang eine Begegnung mit dem älteren Mann und seinem Muli. Wir treffen hin und wieder aufeinander und jedes Mal fragt er mich, ob ich ihm Sidi verkaufe – sie sei so eine Schöne. Und jedes Mal lehne ich natürlich ab, klar.

Ich versuchte ihm mit meinem reduzierten spanischen Wortschatz zu erklären, dass man Liebe nicht kaufen und verkaufen kann. Er lachte und meinte, dies sei doch nur ein Tier und kein Mensch.

„Liebe ist nicht an Menschen gebunden. Lieben können wir alles, die Blumen, die Wiesen, die Tiere und ja, den Menschen.“

Er lachte wieder. Sympathisch und warm und fragte nach, ob ich einen Mann habe, was ich wahrheitsgemäß verneinte. Er schmunzelte und meinte: „Na dann. Wenn du erst einmal wieder einen Mann hast …“, den Rest des Satzes ließ er in der Luft hängen …

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