Verschiedene Welten – Mutter SEIN

Gestern Abend waren 6 Menschen in Haus. Als ich dann alleine war, fiel mir auf, dass wir soeben in drei verschiedenen Welten, Realitäten, verbracht haben. Und zwar immer zu zweit. Eine Mutter und ihr eineinhalbjähriges Kind, unten im Patio, André und Jennifer beim Gitarespielen und Singen und P. Und ich, in der Küche am Salat essen und, über irgend etwas uns unterhaltend …

Dann saßen die Mama und ich später im Wohnzimmer zu zusammen – die Geschichte begann damit, dass ich einen Stecker an die eine kleine Lampe machte, an dem diese Lampe ausgeschaltet werden kann, angebracht habe … So schön, wenn so etwas kleines einfach das Leben vereinfacht oder wir gemeinsam uns darüber einfach freuten, dass der Stecker nun nicht mehr heraus gezogen werden muss, damit sie aus ist … Dankbarkeit. Hier in Andalusien sind ja die meisten Häuser die man mieter, eingerichtet. Es sind also fremde Sachen, die für eine Weile meine Lebensbühne dekorieren. Beim putzen zum Beispiel, nehme ich all diese Dinge die mein Leben schön machen, die es vereinfachen, die einfach da sind und mein Auge erfreuen, immer wieder mit Dankbarkeit wahr – auch all die „geliehenen“ Dinge, die mein Leben gerade bereichern, konfortabel machen … Und diese Dankbarkeit drückt sich bei mir dadurch aus, dass ich sorgsam mit den Dingen umgehe – in dieser Zeit in der ich in diesen Dingen lebe, sind sie Teil meines Lebens und ich möchte mit den Dingen so umgehen, wie es meinem Herzen entspricht, mit mir und allem was mich umgibt, dankbar/liebend/freudvoll umzugehen …

Vom Putzen um Dankbarkeit für die ganzen schönen Dingen, zu empfinden, kamen wir auf das Thema, Muttersein. Bevor ich mich ins Wohnzimmer begab, saß ich eine Zigarettenlänge in der Garage B-) hab mir dort ein kleines gemütliches Eck eingerichter, sogar mit einer Kerze … Ich saß so da und dachte übers Muttersein nach. Was braucht eine Mutter?

Sich zu erlauben zu 100% Mutter zu sein.

Der Mann der Beschützer und Ernährer.

Wann sonst, als in der Zeit in der wir die Frucht unserer Vereinigung in die Materie einführen. Ein unbezahlbares Geschenk. Mutter, ganz und gar Mutter sein zu dürfen, ohne den Duck auch noch Frau/Geliebte und bald wieder in den Job einsteigen zu müssen … ohne das Gefühl, etwas zu verpassen. Kinder, so erlebe/sehe ich sie, sind die Heiler*innen die seit die letzten 2 Genarationen sich materialisiert haben umd Eltern liebevoll auf ihre „seltsamen“ Glaubensmuster aufzuzeigen, um sie die Erfahrung machen zu lassen, das wir ungetrennt Wesen sind und vieles mehr … Es ist eine wundervolle Schulung der Bewusstwerdung seiner Programme.

Und Muttersein ist noch etwas ganz anderes.

Sie erschaffen, sie formen den Menschen. Gerade in den ersten 3-5 Jahren. Sie sind es durch die sie sich mit Mutter Erde verwurzeln und ihre Flügel entfalten – die Verbindung zur Urquelle erhalten. Beides entfaltet sich durch die Liebe der Mutter und dem Schutz des Vaters, der vor der „Höhle“ steht und kein Zäbelzahnlöwen rein lässt und der, wenn kurz auf die Jagt nach Brot geht …

Eine Mutter ist wie ein Ei. Es dauert bis sie zwei sind. Bist das Kind ein stabiles Ichbewusstsein entwickelt hat. Ja, ein Programm. Ich denke, ohne „Anleitung/Programme“ geht es nicht. Fast jedes Tier zeigt seinem Nachwuchs vorsichtig die materielle Welt auch mit ihren Gefahren. Alles zu seiner Zeit. Dann wenn das Kind Wurzeln hat und Flügel die stark genug sind, um sich etwas aus dem Nest zu lösen und mal eine kurze runde ohne Mama zu fliegen …

Natürlich können wir unsere Kinder nicht vor jeder Gefahr schützen. Doch was wird als Gewahr betrachtet. Was hat man alles als Gefahr einprogrammiert bekommen? Ich glaube, es ist elementar wichtig, dass ein Kind die ersten Lebensjahre vorwiegend positive Erfahrung erlebt. Und dies, mich als Frau, Geliebte, Arbeitnehmerin, etc. hinter mir zu lassen und das Mutter-Sein ganz und gar, und damit auch sich selbst und seine alten „Kindererzieh-Programme“, hinter mir zu lassen – im Vertrauen darauf, dass wenn die Zeit da ist, dass „der Vogel flügge wird“ und nun etwas mehr ohne Mama erleben möchte, selbstverständlich dann mehr und mehr, wieder ihrer Bestimmung folgt und sich nun auch wieder der Außenwelt zuwendet (arbeitet?) …

Sie hat „gearbeitet“. Sie hat in ihrer Kraft und (von Gott) geschenkten Macht als Mutter, die Aufgabe, ist dazu berufen worden, den Samen zu ein starkes und im Wind des Lebens, biegsames Schilrohr zu formen … Wenn wir arbeiten eines Tages durch, zum Beispiel, wirken ersetzen, wird klarer, dass jeder Mensch eine Gabe hat. Und Eltern haben eine Gabe, in der es in meinem Empfinden, von Mutter Natur vorgesehen ist, dass Frauen eine Jahre im Ei durchs Universum hier in die Materie fliegen. Die Mutter „holt“ ihr Kind ab und begleitet es dabei, sich zu fertig zu entwickeln, außerhalb des Mutterleibes und mit ihrer Unterstützung, geschützt und genährt durch den „Ernährer“.

Ja, wir leben im Zeitalter der Gleichberechtigung. Wir stellen unsere eigenen Bedürfnisse immer über unsere Kinder und uns selbst. Wir sind, meine Meinung/Sichtweise und mein inneres erleben und daraus, dass Außen interpretierend, mit Bedürfnissen programmiert, die uns nicht wirklich erfüllen. Ja, ich weiß, für viele Mütter wird es selbstverständlicher, ihr Kind mit 6 Monaten in eine Kita zu geben. Klar übesteht ein Kind das. Die Frage ist nur, was wird hier für ein Wesen heran geformt? Kann eine Kita die Aufgabe, darauf bei allen Kindern zu achten, dass starkte Wurzen und starkte Flügel heranwachsen?

Mir ist aber auch bewusst, dass es Mütter gibt die das anders sehen, erleben.

Früher hat mich dies geschmerzt und ich konnte es wirklich, wirklich nicht vestehen, wie eine Mutter aushält, diese Abnabelung so früh zu beginnen. Vestehen kann ich es für mich immer noch nicht aber ich akzeptiere es als eine, das ist eben eine andere Welt. Wie wir drei Grüppchen, die gestern Abend jeweils zu zweit, in unterschiedlichen Welten, waren. Okay gut, da hat aus meiner Sicht auch niemand was für mich „unverständliches“ gelebt/gemacht … Da fällt es leicht, jeden in seiner Welt zu lassen und sich einfach darüber zu freuen, dass es allen in ihrer Welt gerade einfach gut geht …

Ich bin die letzten Tagen durch diese wundervolle 100% Mutter und ihrem Sohn, ihr Miteinandersein, ihre miteinader fließen, aufeinander reagieren, diese Liebe die die beiden umgang, so reich beschenkt worden. Und das verrückte ist, man könnte ja denken, so ein Kind bringt Unruhe in ein Haus. Klar habe ich ihn gehört, gesehen, es lagen manchmal ein paar Sachen von ihnen herum, aber sie waren für mich so eine harmonische Einheit, die ich einfach von Außen betrachten und wahrnehmen, aufnehmen durfe. DANKE. DANKE. DANKE.

Und da die Mama Frühstück, Mittag- und Abendessen für sie beide eh kocht, machte sie immer etwas mehr und es stand immer etwas zu essen auf dem Herd und das löste das Bild, eines großen Topfes über einem Feuer in mir aus. Immer etwas da, womit man sich nähren kann.

Ja, auch das habe ich als großes zusätzliches Geschenk zu eurem hier sein, gerne und mit Freude angenommen. DANKE <3

 

 

23. Juni 1997, am Morgen nach der Geburt meiner geliebten Tochter

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