Veränderung

Das einzig Beständige ist die Veränderung

Ich ging davon aus, dass sich an meiner persönlichen Lebenssituation lediglich die Tatsache verändert hat, dass meine Vision hier nicht verwurzelt werden kann und nach der Aufhebung der Ausgangsspere meine Reise nochmals weiter geht … Das ist schon herausfordernd genug, finde ich.

Doch gestern steckte es mich in einer Art „Angst“. Gestern erzählte meine Nachbarin, dass nun ganz in der Nähe hier, ein Corona-Fall wäre und die Familie nun das Haus nicht mehr verlassen dürfe und dieser Fall nun dazu führt, dass die Polizei auch im Campo present sein wird um die Campo-Spaziergänge hier am Berg – obwohl ich kaum je jemanden draußen im Compo sehe, zu unterbinden und bei Zuwiderhandlung eine Buse von 400.- Euro erfolgt …

Ja, das macht was mit mir. Ich habe schlecht und wenig geschlafen, das Schlafkraut hat anscheinend in seiner Wirkung nachgelassen.

Was genau macht mir Angst, verengt meine Atemwege, löst galoppierendes Herzklopfen aber vor allem Trauer aus.

Die Trennung von meiner geliebten Natur, meiner Tankstelle. Klar kann ich weiter querfeldein spazieren gehen, jedoch mit der Befürchtung erwischt zu werden, spüre ich, dass ich für die reinigende und kraftspendende Energie die Mutter Natur mir schenkt, kaum zugänglich bin. Das der gestrige Spaziergang den ich in der Nähe des Hauses absolvierte, wir dürfen mit Hunden uns 50 Meter von unserem Haus entfernen, mit einer weit überhöhten Körperanspannung geschah.

Klar, ich habe in dem allem mehr Glück als viele andere. Ums Haus ist ja Natur. Ich muss mich also nicht auf einen Balkon oder gar nur auf eine Wohnung beschränken.

Trotzdem, das Gehen in der Natur öffnet meinen Kanal zum „Höheren“, verbindet mich mit dem Herzen, lässt mich meine Liebe die ich bin, spüren – gerade im Zusammenhang mit meinen Hunden und Katzen, die oft mit auf den Spaziergang kommen und es für mich so ein Geschenk ist, sie zu beobachten, ihnen ihren Freiraum zu lassen und zu spüren, dass egal wo sie gerade hin streunen, sie IMMER zu mir zurück kommen, meine Nähe wieder „suchen“ und meine kleine Familie hier ist.

Aber die Angst geht tiefer und hängt u.a. mit meiner persönlichen Situation zusammen, dass der Traum eines gemeinsamen Projektes wie eine Seifenblase platzte und ich im Moment keine Ahnung habe, was der nächste Schritt ist. Klar ist nur, ich muss hier, wenn die Ausgangsspere aufgehoben ist, ausziehen und dies möglichst bald, so ist es von meinen Mietmieter*in jedenfalls gedacht oder bei mir angkommen.

Und irgendwie kriecht da eine nicht ganz unbekannte uralte Erinnerung in mir auf: Davon gejagt werden. Nicht mehr erwünscht sein. Man muss mich los werden. Will mich nicht haben. Nicht verstehen. Sieht nur einen Störfaktor in mir …

Ja, ich fühle mich gerade sehr allein und weiß gleichzeitig das die Antworten die ich suche in mir sind und sich zeigen werden, wenn es dran ist. Ich bin jedoch Mensch und hätte gerne etwas mehr Klarheit über meinen nächsten Schritt und damit natürlich auch mehr Sicherheit. So ein Vorgeschmack in dem was „danach“ sein wird.

Mir ist sehr bewusst, dass die Menschheit gerade in einem einzigen Boot sitzt und jede/r keine Ahnung hat, was „danach“ ist … und wenn wir ganz ehrlich zu uns selbst sind, dies noch nie gewusst haben und nie wissen werden. Was sich jedoch in einem pseudo Sicherheitskonstrukt bisher sehr gut vergessen und verdrängen ließ …

Jetzt ist der Vorhang der imaginären Sicherheit gefallen und viele Menchen erleben zum ersten Mal in ihrem Leben, dass Sicherheit eine Illusion ist. Und das löst Ängste aus – auch bei mir, und dies obwohl ich seit 4 Jahren ohne Sicherheitsnetz lebe und dabei viele WUNDER erlebt habe, das WUNDER wie das „SEIN“, durch andere Menschen für mich sorgt, mich trägt, mich führt …

Und doch hatte ich auf einmal das Vertrauen gerade verloren, dass es so weiter geht. Der absolute Killer für WUNDER.

Ist es nicht erstaunlich, dass obwohl ich so viele Wunder erleben durfte, ich trotzdem in eine uralte Angst des Vertriebensein, Unerwünschtsein, Ausgestoßensein, fiel und kurz glaubte, ICH MUSS JETZT ENDLICH EINE ENTSCHEIDUNG TREFFEN.

Nur welche denn? In einer Zeit in der alles Stillsteht und niemand weiß was „danach“ ist eine Entscheidung für die Zukunft fällen, von der ich keine Ahnung habe, wie sie sein wird?


Was kann ich JETZT tun?

IM JETZT SEIN und damit wieder mit der Quelle des Vertrauens mich verbinden.

Hihihihi, es war witzig zu beobachten, wie James mein Verstand (das Ego) dagegen rebelliert. Gegen das JETZT arbeitet. Obwohl er den Zustand des Nichtwissens ja schon über eine lange Phase mitgemacht und erlebt hat, dass alles gut ist wie es ist – drehte er gerade mal wieder durch und versucht in diesem Chaos einen Strohalm zu finden, der etwas Sicherheit vermittelt … Und ja, den gab es für einen kurzen Moment, doch ist dieser nach kurzem Höheflug abgebrochen …

Ich spüre, dass es gerade nicht darum geht, Entscheidungen zu treffen sondern in die innere Stille und Annehmen zurück zu kehren. INS JETZT.

Was kann ich Schönes JETZT für mich tun?

Das verrückte ist, dass Ängste welcher Art auch immer, genau diesen Kanal schließen und nährende Impulse fern bleiben. Der Kopf denkt, na dann male doch ein Bild. Aber das ist nicht echt, dass ist der Versuch von James mich zu beruhigen, mir vorzugaukeln, dass ich doch aus der Stille und dem Vertrauen heraus lebe … 🙂

Die universellen Impulse fühlen sich anders an. Erfüllen mit totaler Freude und Neugierde, sind von jedem Zweifel frei und werden gar nicht hinterfragt …

Also, abwarten bis ein „wahrer“ Impuls kommt und bis dahin mich mit meinem ganzen mindfuck Geschrubbel aussöhnen indem ich mich selbst gerade in meinem persönlichen Gedankenchaos annehme, sie anschaue, sie visualisiere und sehe wie sie wie eine Seifenblase – puff, puff, puff – platzen … 🙂



Und dabei tief und bewusst Ein- und Ausatmen <3

 

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