Stillstand

 
Am 22. Mai vor 4 Jahren bin ich nach mehr als einem Jahr in Panikattaken und einem zweiten Nahtoderleben, mein erstes geschah irgendwann in meinen ersten 3 Erdenjahren durch Gewalteinwirkung, in den Flieger nach Malaga gestiegen …
 
Vier Jahre voller Abenteuer in der neuen Begegnung mit der Welt und vor allem mit meinem Selbst … Damals brach jegliche Identifikation wer ich glaubte zu sein, wie ein Kartenhaus in sich zusammen. Das einzige was übrig blieb war ein dünner Faden zu meinem Mutterselbst …

Dann kam, im Dezember 2019, mein Umzug von der Abgeschiedenheit in den Campo von Torrox und ich stieg voll nochmals in die irdisch menschlichen Spiele. Fiel aus meinem inneren Frieden, den ich im Laufe der letzten 4 Jahren in mir fand, fiel aus dem Vertrauen in die Weisheit des Lebens und James (Verstand) übernahm wieder die Führung und inszenierte die Dramen der Trennung neu … Oh Gott, ist das anstrengend, unbefriedigend, freudlos, energieraubend, schwierig, herausfordern, verwirrend … eckig mit scharfen Kanten an denen sich Egos gegenseitig verletzten …

Jetzt wird es von Tag zu Tag langsam wieder leiser in mir und gestern hatte ich den Mut, auszusteigen, mich nicht mit stumpfen in Facebook hängenbleiben abzulenken und fühlte Stillstand.

Keine Ablenkung mehr sondern nur erspüren, was ist jetzt dran? Anzunehmen, da ist kein Impuls, da ist „zu nichts Lust“ haben. Was also finde ich wichtig? Mit den Hunden raus, allein. Es kam zurück und machte den Haushalt, hörte sich die wundervolle Meditation von Narayani an – übrigens Narayani bietet jeden Abend um 20 Uhr eine Meditation über Zoom an. Nachdem ich mit Narayani´s Meditation wieder mit meinem Selbst verbunden war, hörte ich Beiträge von Robert Betz, Eckart Tolle und Tepperwein. Seelennahrung. Es war wie ein Licht, dass wieder in mir angeht.

Während ich der Stimme von Tepperwein lauschte kam der Impuls, das Wachstischtuch aus dem Kreativschrank zu nehmen, eine Leinwand unter dem Bett hervor zu kramen, Farben auszusuchen und einfach auf die Leinwand zu spritzen und mit einem Spachel, fast schon meditativ, wie von selbst strich es die Farbe von rechts nach links … Immer wieder. Nochmal Farbe und wieder mit den Spachtel, im gleichen Rhystmus und Bewegungsverlauf, verteilt … Ergebnis, siehe Bild.

Doch irgendwie will da noch etwas drauf … aber ich habe noch keinen blaßen Schimmer, was.

Und genau so fühle ich mich – ich habe noch keinen blaßen Schimmer. Ich bin eine grundierte Leinwand und da sollte, wird wenn es dran ist, noch irgendwas drauf dazu kommen … Das was ich machen werde, wohin ich ziehen werde, wo ich leben werde, das Geschenk was ich bin und für andere sein kann … Vamos a ver. Im Moment ist gerade Stillstand.

Tja, jetzt,
wirklich kapieren,

dass es gerade NICHTS,

aber auch GAR NICHTS

nichts zu tun,

nichts zu planen,

nicht nachzudenken,
gibt …

STILLSTAND

Es gibt keine Zukunft mehr …

… und trotzdem lebe ich.

Den STILLSTAND fühlen

und erfahren, da ist jemand, der putzt, kocht, sich Sachen für die Seele anhört, mit den Hunden spazieren geht, das Geschirr abwäscht, erfolgslos versucht die Waschmaschine in Gang zu bringen, sich an der vom Regen frischen Luft erfreut, an der Klarheit mit der es die Berge am Abend sieht, wahr nimmt, wenn wieder Zukunftsängste daher schleichen, tief ein- ausatmet und den STILLSTAND akzeptiert.

Das JETZT wie es eben gerade ist, zulassen, fühlen.

Ich empfinde Stillstand und bin froh darüber.

Endlich, langsam, langsam, langsam steigt mein System aus dem „Ego“ wieder aus und ich verweile über länger Phasen im inneren Frieden, im Einssein mit der Puppenspielerin …

Michèle, Geschichtenerzählerin, Mittlerin zwischen den Welten

PS: Ich werde die nächsten Tage nicht viel in Facebook sein. Wer eine Begleitung möchte, melde sich bitte  via E-Mail bei mir. <3

 

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