Schattenseiten

Oh ja in Andalusien ist das Leben einfach nur wundervoll und es scheint immer die Sonne … Ist genau so wahr, wie das jede/r Schweizer*in eine Bank, eine Uhren- und Schokoladenfabrik besitzt …

Überall gibt es von Mensch verursachten Schatten. Es ist leider wirklich keine Seltenheit, dass der Nachwuchs von Hunden und Katzen einfach LEBEND in eine Abfalltüte gepackt und weggeworfen werden … Nun, vielleicht können sie sich die Kastration ihrer Tiere nicht leisten … was aber Blödsinn ist. Hier gibt es unzählige Tierschutzorganisationen die jede Kastration mitfinanzieren bis hin, dass sie die Kosten ganz übernehmen …

Für uns empathische Menschen ist der Fund oder gar schon das Wissen darum, wie achtlos, respektlos und lieblos Mensch, Tier und Natur behandelt werden, schier unerträglich. Es kann, dies erlebe ich selbst von Zeit zu Zeit und gerade gestern auf meinem Abendspaziergang erneut, körperlich heftig schmerzen.

Ich bin im Moment, wie man so sagt: Nah am Wasser gebaut – schwemmt ja auch gerade davon sintflutartig hier in Andalusien auf Mutter Erde. Ich mache also in einer „sensiblen“ Stimmung mit meinen beiden Hunden Pepino und Sidi, meinen Rundgang. Irgendwie fühle ich mich schwer als müsste ich eine riesige Last mit mir herum tragen. Bei einer Steigung halte ich an. Neben mir steht ein Mandelbaum, sanft lege ich meine Hand auf den Ast der mir am nächsten ist und ich spüre die Last … In Worte gefasst klingt es etwas „komisch“ und „eckig“ …

Es ist das Gefühl, nichts mehr ausrichten zu können. So das Gefühl, mich dafür entschieden zu haben auf die Erde zu gehen/kommen um „Frieden/Liebe“ zu „bringen“ und irgendwie da das Gefühl, es ist zu spät … wir sind schon viel zu weit gegangen. Es steht uns ein schmerzliche Umbruch bevor, um das „Feld“ der Dunkelheit (Unterdrückung, Ausbeutung, Zerstörung) zu reinigen …

Was aber in einem solchen Moment geschieht ist genau das Gegenteil dessen was „man“ erwarten würde. Wo vorher eine diffuse Erschöpfung, diffuse Trauer, diffuse körperliche Symptome, wie Muskelschmerzen, Kurzatmigkeit oder Druck in den Augen, das Gefühl von Resignation war, tritt etwas ganz anderes in Erscheinung … in Worte kaum zu beschreiben …

SEI(n)

Die Energie wird von zukünftigen möglichen Szenarien abgezogen.

Um was geht es JETZT im JETZT?

Frieden – in mir.
Liebe – in mir.
Freude – in mir.
Hoffnung – in mir.
Handlung – aus dem Herzen.

Ja, es gibt die dunklen schier unerträglichen Aspekte. Sie sind Ausdruck der Dualität. Mein freier Wille besteht darin, mich zu entscheiden, welchen Ausdruck ich füttere. Also welche Gedanken ich füttere.

Von der Opferrolle in die Liebe

Und du kannst/darfst mir glauben, dass ich mich damit lange und intensiv beschäftigt habe. Die „Opferrolle“ ist sehr machtvoll und die meisten „Opfer“ von Gewalt in der Kindheit haben eine Autobahn angelegt bei der es lange Zeit keine Aus-/Abfahrt gibt. Das Körperfahrzeug ist vollgepackt mit Wut, Trauer, Angst, Hoffnungslosigkeit, Scham, Ekel, Selbstverurteilung, Selbstablehnung, Schmerz, Sinnlosigkeit, Versagen, Erfolgslosigkeit, Schüchternheit … und so weiter … Doch wie gesagt, es gibt weder eine Ausfahrt von dieser Autobahn, noch eine Raststädte oder ein Parkplatz … und das Benzin um dieses „Auto“ in Schwung zu halten sind unsere Gedanken. Einer davon ist, überzeugt zu sein ein OPFER zu sein und, dass sich dies niemals ändern wird.

Stimmt, du warst Opfer – DAMALS. Wenn du heute Opfer von Gewalt, zum Beispiel in Beziehungen wirst/bist, hat es etwas damit zu tun, dass du noch immer davon überzeugt bist, ein Opfer zu sein, es nicht wert zu sein, geliebt zu werden oder gar nicht weißt, vergessen hast was liebevoller Umgang miteinander ist …

Opferstruktur ist ein selbstzerfleischendes Gedankenmonster. Ein riesiger LKW der von dieser Autobahn ohne Fahrer*in Tag und Nacht mit Höchstgeschwindigkeit weiter und weiter rast … ohne, dass sich die Landschaft je verändert … ohne das man je zu einem Ziel kommt … ohne Hoffnung auf Frieden in sich … ohne eine Abfahrt zu sehen, außer du beginnst Verantwortung für dich zu übernehmen und schaust dich nach einer Abfahrt um. Beginnst zu verstehen, ich allein kann diese Autobahn verlassen … Es ist eine Entscheidung, die erste und wichtigste: Dein Wille/Wunsch von dieser Autobahn runter zu fahren … allein oder mit Untertützung.

Dein Wille/Wunsch den Schlüssel abzuziehen, die den Lastwagen zum Stehen bringt ist ein Prozess. Der Schlüssel ist im Schloss eingerostet und es gilt mit viel Geduld diesen heraus zu lösen.

In meinen Skypebegleitungen mit oder ohne kabbalistische Geburtsanalyse begleite ich dich dabei, diesen eingerosteten Schlüssel behutsam heraus zu lösen. Behutsam, da sonst die Gefahr besteht, dass er abbricht …

Michèle, intuitive Begleiterin, Mittlerin zwischen den Welten, Geschichtenerzählerin

PS: Wenn du hier in Andalusien lebst und so etwas findest, geh zum nächsten Tierarzt. Sie geben dir Kontaktadressen für Tierschutzorganisation in deiner Nähe. Im Schmerz, Wut, Verurteilung, Beschimpfungen zu verharren hilft diesen Wesen nicht …

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