Regen

Um 7 Uhr bin ich durch das Plätschern des Regens aufgewacht, aus dem Bett gesprungen und draußen vor dem Tor herum gestreunt um Pepino zu finden – der zur Zeit jede Nacht durch eine der vielen Lücken im Zaun, seine Nachtspaziergänge absolviert. Um 2 Uhr war ich schon unten um nach ihm zu rufen, mit etwas Geduld und auf ihn Warten taucht er dann auch auf und kommt mit um vor meinem Bett oder in seinem „Körbchen“ zu schlafen … diese Nacht kam er nicht und auch jetzt zeigt er sich nicht. Ich hoffe jetzt einfach von ganzen Herzen, dass er irgendwo in einer Ruine oder sonst wo, ein trockenes Plätzchen für sich gefunden hat und sobald der Regen etwas nachgelassen hat, ich sein Bellen vor dem Tor vernehme … Der alte Streuner. Er ist sich zum Glück gewohnt bei jedem Wetter draußen zu leben und damit wie ein Wolf, gut für sich selbst zu sorgen.

Der Regen bringt aber auch jedes Mal die Situation in mein Leben, dass hier irgendwann die Sicherung raus fällt und ich ohne Strom da sitze. Nachdem was gestern hier zwischenmenschlich geschah überlegte ich, was noch alles passieren könnte und sagte zu Mila, ich hoffe bloß, dass sie mir den Strom nicht ausschalten – die Hauptsicherung ist nämlich im Haupthaus unten und dieses wurde, kaum war Mila draußen, abgeschloßen und ich habe keinen Zutritt mehr u.a. zur Waschmaschine und zu meinen persönlichen Sachen, sowie zu den leeren Kartons und sonstigen Gebinde um meine Sachen für einen Umzug zu packen … Nun gut, es ist wie es ist. Im Moment habe ich noch Strom und wenn er wegfällt, dann ist es eben so. Zwar unbequem, da das Wasser über eine Pumpe läuft und ich somit kein fließendes Wasser mehr habe, weder zum Abwaschen noch für die Toilettenspülung … Aber gut, einen Eimer habe ich und einen Pool vor der Tür … Trinkwasser ist eh gekauft und meine Nachbarin kauft gerade für mich ein, meine Wäsche, kann ich wenn es nötig ist, bei ihr waschen … Wird zwar dann ohne Internet und Filme anschauen können etwas monoton aber da bleibt ja dann immer noch das Malen und Lesen und mit den Hühnern ins Bett gehen und aufstehen …

Ich habe gestern meine tiefste Angst mit EFT soweit bearbeiten dürfen, dass ich in einer ganz anderen Gelassenheit und im Annehmen desssen was gerade ist, wie es ist, verankern können. Darüber freue ich mich sehr

“ … wir projezieren die ungeheilten Dinge ins Aussen…solange bis sie geheilt werden“. Diese Botschaft erreichte mich gestern sinngemäß als Kommentar unter meinem Beitrag und heute über PN und da machte es Klick.

Im ersten Schwung der Transformation war ich einfach glücklich, dass mein Fokus bei mir und nicht mehr im Außen ist. Das ich keine Wut gegenüber den Mitspieler empfinde, dass ich ihnen nicht die Schuld an der Situation zwischen uns gebe sondern es für mich als ein gemeinsames Spiel erkenne, welches meiner Heilung einer kindlichen Urwunde dient.

Was projeziere ich dennoch ins Außen?

Meine Ablehnung meiner Wut und meiner Gewaltanteile. Die Angst vor mir selbst, davor, dass ich gewaltätig werden könnte. Auch kein ganz neues Thema, dass sich im Laufe meines Lebens auch schon in anderen Situation gezeigt hat. Ich bin mit Gewalt aufgewachsen und ja, ich lebte oft in der Angst, dass mir dies auch passieren könnte, dass ich die Grenzen überschreite und körperliche Gewalt aus mir bricht. Ist ja psychologisch so, dass viele davon ausgehen, dass Kinder die Gewalt erlebt haben, diese auch weiter geben und das war mir als Kind schon klar, dass ich dies NIE tun werde. Gut, das ist mir gelungen – doch ist da nicht auch etwas verdrängt worden? Eine durchaus berechtigte Kraft für mich einzustehen? Habe ich das Kinde mit dem Bad ausgeschütet? Kann ich mich deshalb oft so schlecht wehren, für mich einsetzen, wenn ich etwas als ungerecht, als zwischenmenschliches no go empfinde und gehe dann statt dessen in die Schwäche, Depression – im weitesten Sinne zurück in die Opferrolle? …

Diese Situation, so unangehm sie auch gerade ist, ist wahrlich ein Geschenk die der weiteren Heilung meiner Kindheitswunden dient. Ich darf also nun mit bald 60 Jahren noch lernen, wie ich Grenzen setzen kann ohne die Angst selbst im weitesten Sinne gewalttätig zu werden – ob verbal oder körperlich. Letzteres hatte ich ja als Kind schon entschieden, dass ich dies NIE tun werde – außer in Notwehr. Doch wie viel Gewalt ohne es mir bewusst zu sein, liegt eventuell in meinem Worten und vor allem in meinem Schweigen, wenn ich mich angegriffen, schlecht behandelt, bewertet, beurteilt fühle?

Schweigen ist meine Strategie und schon in jungen Jahren in meinen Partnerschaften, wenn mein Gegenüber fand, dass ich zuviel rede, auseinander nehme, nachdenke – sagte ich jeweils: So lange ich rede bin ich da. An dem Tag wo ich schweige, bin ich bereits weg und kehre auch nicht mehr zurück.

Wow, ich bin gerade selbst erstaunt. Da liegt wohl der Schlüßel, der immer wieder einmal in meinem Leben zu unüberwindbaren Zerwürfnissen führt, begraben. Dies bedeutet nicht, dass ich nicht rede und zwischenmenschliche Störungen da wo es von beiden Seiten erwünscht ist, aufdecke, erforsche und für mich auflöste. Ich kann auch gut meine „Fehler“ eingestehen – ich tendiere sogar dazu, die „Fehler“ nur bei mir zu sehen und mich als das Übel, die Schuldige zu sehen … was wohl auch ein Teil davon ist, lieber schuldig sein als „ausrasten“ …

Ich weiß von mir, dass in mir eine große Kraft lebt. Ich weiß auch, dass diese Kraft über das geht, was das Menschsein betrifft. Ich weiß, dass ich die Fähigkeit habe, anderen Menschen durch meine Gedankenkraft, durch den Geist zu schaden. Dies habe ich zweimal in meinem Leben erlebt und möchte die heftigeste Begebenheit bezüglich Kraft und Wünschen, mit dir teilen …

Ich hatte einen Partner und dieser hatte mich zig mal betrogen, belogen, manipuliert und irgend wann lief das Fass über, als ich über dritte erfuhr, dass er eine andere Frau heiraten wird. Ich war voller Wut oder eher Hass und wünschte ihm Leiden ohne Ende – ich wollte ihn zerstören, die Rache der verletzten Frau.

In dieser Nacht wachte ich auf … an den Wänden meines Zimmers rann überrall Blut hinunter. Ich saß im Bett und konnte nicht fassen was ich da sah, begriff aber sofort, dass es mit meiner Kraft zu tun hat. Sah innerlich einen Film in dem „ich“ (Frauen) durch diese Kraft des Bösen viel Leid über Menschen brachten. Ja, ich habe diesen häßlichen, bösen Zauber den ich ihm geschickt habe, aufgelöst. Ganz ungeschoren kam er zwar nicht davon, doch wir haben beide bei unserer Trennung einiges verloren. Er seine Karriere und ich war eineinhalb Jahre in Panikattacken und Kehlkopfkrämpfe gefangen und hätte dabei fast mein Leben verloren (Nahtoderlebnis durch Ersticken) …

Jedoch gab es auch viele „Beweise“ meiner Kraft des Lichts.

Ich bin wirklich DANKBAR, dass sich dies nun alles zeigt und ich innerlich nicht fliehe und äußerlich durch den Lock down, nicht fliehen konnte/kann sondern mich meinen Themen und Gaben stellen darf …

Es gäbe noch viel zu erzählen. Ich lasse es jedoch für heute so stehen und tauche tiefer in die Botschaft die mir beim ersten Kaffee heute geschenkt wurde: Angst vor meiner eigenen Macht/Kraft und schaue heute, was mit EFT davon transformiert und angenommen werden kann, mit dem Satz: Ja, ich habe Angst vor meiner eigenen Macht und liebe und akzeptiere mich damit.

Vamos a ver was passiert.

Mein SEIN ist erfüllt von Dankbarkeit, dies sehen, wahrnehmen und nun transfomieren/auflösen zu dürfen.

 

 

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