Neue Welt

Ich stehe meist so zwischen 7 und 8 Uhr auf, begrüße und füttere meine Rasselbande, geh ins Bad und mache mir dann einen Kaffee mit dem ich raus auf die Terrasse gehe und erst einmal ein paar Mal durchatme, die Nacht Revue passieren lasse, hinhöre was mich an Themen bewegt … und dann scrolle ich etwas durch Facebook … was aber in letzter Zeit massiv abnimmt, da es mich lediglich ablenkt und oft sogar aus meiner Mitte bringt …
 
Die Fragen die mich, sicherlich auch durch die (Corona) Krise die zur Zeit herrscht, gerade noch intensiver als die letzten 40 Jahre beschäftigt, ist:
Wie will ich leben?
In was für einer Gesellschaft will ich leben?
 
Mein Wunsch war es, für diese Frage einem möglichst kurzen Satz zu finden. Tataaaa und da ist sie, die Antwort 😉

 

In einer Weltengemeinschaft/-gesellschaft dessen Fokus auf Nachhaltigkeit basiert. Oder anders, etwas spiritueller formuliert, in einer Weltengemeinschaft/-gesellschaft die dem HÖCHSTEN WOHLE von Mensch, Tier und Natur dient.

 
Unsere Gesellschaftsform ist die Marktwirtschaft – die nicht erst seit kurzem am Ende der Fahnenstange angekommen ist und zwangsläufig in sich zusammenbrechen wird/muss. Denn ein System, dass auf Ausbeutung und Zerstörung basiert, dass den Fokus einzig und allein auf ein absurdes System wie Geld aufgebaut ist, die Grundbedürfnisse negiert und künstliche Bedürfnisse erschafft, die auf ständigem wachsenden Konsum und damit auf ständig laufender Produktion nicht überlebensnotwendiger Produkte aufgebaut ist, kann – auch ohne einen Hochschulabschluß und Studium zu haben – rein aus dem gesunden Menschenverstand gesehen, schlicht weg nicht auf Dauer funktionieren … Es ist dem Untergang geweiht – wie alle vermeintlichen Hochkonjunkturen die die Naturgesetze irgendwann außer Acht ließen …
 
Wir gehen davon aus, dass wir Konsumenten dies ändern können – doch dies wäre total kontraproduktiv für die Marktwirtschaft und so ist der Einfluß darauf, was auf den Markt kommt minimal oder zumindest nicht in dem Ausmaß wie es für den Erhalt und den Schutz von Mutter Erde dringend notwendig ist. Der Wirtschaftswahn diktiert über Politiker und Medien den Kurs. Weißt du, dass Produkte absichtlich so hergestellt werden, dass sie nur eine kurze Lebensdauer haben? Dies muss so sein, denn ohne Konsum stürzt das ganze System in sich zusammen. Stell dir vor jeder Mensch müsste nur einmal ein Handy kaufen und dies würde bis zu seinem Verlassen seines Körpergewandes halten und wäre so gebaut, dass es jeweils mit den neuen technischen Entwirklungen kinderleicht ergänzt werden könnte … Dies wäre für die Industrie, das markwirtschaftliche System ein Verlust in einer Höhe die der Normalverbraucher sich gar nicht vorstellen kann. Also muss das Rad der Ausbeutung, Zerstörung, der Müllproduktion sich – über Leichen gehend – aufrecht erhalten werden.
 
 

Zurück zur Natur, lasst uns wieder Affen sein?

 
Dies war in meinem jungen, aktiven Jahren als Umweltschützerin ein Spruch und eine Frage, die wir jungen Menschen uns oft stellten und nein, wir wussten alle, dass dies nicht die Lösung ist. Das Ablehnen unserer technischen Möglichkeiten muss nicht sein. Es ist lediglich der Fokus der sich ändern MUSS – von Grund auf.
 
Wir brauchen einen Fokus der Nachhaltigkeit. Produkte dürfen nur dann auf den Markt, wenn sie unschädlich, abbaubar, wiederverwertbar sind und dem Kreislauf von natürlichem Enstehen und Vergehen genügen.
 
Für restlos ALLES was wir an materiellen Dingen nutzen/haben, gibt es Alternativen, die von denen die sich an der Marktwirtschaft „dumm und dämlich“ verdienen, aufgekauft und in Tresoren verwahrt werden, damit sie ja nicht umgesetzt und der Gewinn von Konzernen geschmälert werden könnte …
 
Dies waren meine gestrigen Morgengedanken die das genüssliche schlürfen meines ersten Morgenkaffees und Vogelgezwischer, begleitet haben.
 
Am Nachmittag begann es leicht zu regnen und weiter draußen sitzen ging nicht. Zum Malen ist kaum Platz, Schreiben oder in meinem Buch, Die Illusion des Ichs / Alan Watts, weiter zu lesen hatte ich keine Lust, also stöberte ich in Youtube. Mir war nach einer „spirituellen“ Dokumentation und so fand mich, „Zeitgeist: Moving Forward“ von Peter Joseph, präsentiert vom Zeitgeist Movement Deutschland.
 
ZUSAMMENFASSUNG: Bei dem Film handelt sich um eine Dokumentation in Spielfilmlänge, welche Gründe dafür präsentiert, warum eine Abkehr vom momentanen sozio-ökonomischen geldbasierten System, welches die ganze Welt beherrscht, nötig ist. Der Inhalt geht über die Fragen von Kulturrelativismus und traditionellen Ideologien hinaus und begibt sich zu den Kernattributen, den empirischen Grundlagen für das Überleben der Gesellschaft und des Menschen, um von den unveränderlichen Naturgesetzen ein neues gesellschaftliches Paradigma abzuleiten: eine „Ressourcenbasierte Wirtschaft“.
 
Eine echt gute und zum nachdenken und hinterfragen unserer momentan noch aufrecht erhaltene Wirschaftssystem, anregende Doku.
 
https://www.youtube.com/watch?v=_nWFZwOZtiM&list=PLqRZe-denZmvyenrPZAkXgwbQDTnrdAAv&index=6
 
Obwohl, für mich die Lösungen teilweise noch nicht fertig gereift sind … aber es ist ein Anfang für eine „neue Welt“ über die wir uns schon seit langem hätten Gedanken machen sollten oder die vorhandenen Ideen längst hätten umgesetzt werden können, wenn dem nicht die Marktwirtschaft, im Wege stehen würde …
 
Es sind Visionen die alle Menschen brauchen wird um sie umsetzen zu können und sicherlich viele Herausforderungen und Lösungen für den Übergang gefunden werden müssen.
 
Was kann ich tun JETZT?
 
Ich sehe mein Wirken und das Wirken vieler, im weitestgehenden heraus nehmen aus dem zum scheitern verurteilten momentanen System indem wir uns in kleinen Gruppen zusammschließen und neue, autarkte in der Nachhaltikeit, Mitmenschlichkeit und lösungsorientiertes Denken und Handeln das Fundament ist …
 
Ja, kann sein, dass ich einen Ort gefunden habe. Dies weiß ich aber erst, wenn es endlich wieder möglich ist, die eigenen Provinz in der man gerade ist, verlassen zu dürfen. Vamos a ver … 🙂
 
Michèle, Geschichtenerzählerin und für viele, unrealistische Träumerin B-)

 

Bild vom 10.9.1994

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