Hummeln im Hintern …

21.35 Uhr, 20 Grad …

So sagt sie, Brunhilde, von sich selbst. Und ja, wahrlich, da ist ein riesiger Schwarm aktiv … schmuzel.

Es ist länger her, dass ich Zeit mit jemanden verbringe, der so viel in einen einzigen Tag packen kann … Noch dahin, dorthin, da vorbei schauen, das noch anschauen, dort noch einkaufen, da noch einkehren … und das alles ohne Stress. Genügend Pausen um am Meer zu sitzen und ein gutes Essen zu genießen … Erstaunlich. Sie bleibt ruhig und gelassen und genießt es mit ihrem ganzen Sein. Chapeau meine Liebe.

Mich hat es „geschafft“. Ich kann da, obwohl 10 Jahre jünger, nicht mithalten. Wollte es aber nicht wahrhaben … da es mir durchaus Spaß macht mit ihren Hummeln unterwegs zu sein. Mein Körper zog dann aber die Handbremse und „schenkte“ mir einen richtig fetten Lippenherpes. Kann mich gar nicht mehr erinnern, wann ich das letzte Mal einen hatte … muss Jahrhunderte her sein.

Herpes ist ein Virus, der u.a. bei Stress wieder aktiviert werden kann. Niemand macht mir Stress, schon gar nicht Brunhilde. Den mache ich mir selbst. Mit dicker Lippe begann ich hinzu fühlen was da in mir abgeht. Will ich gefallen? Alles perfekt machen? Gut sein? Mithalten können?

Nein, nichts von alledem. Ich genieße die Abwechslung und das „Mithummeln“. Dabei habe ich einfach nur zu wenig darauf geachtet, dass ich mir Zeit für mich alleine nehme. Dass es mir besser tut, zwei, drei Stunden im Park zu wandern als in Läden und Restaurants und noch dort und da zu sein … auch wenn es mich reizt.

Hier darf ich für mich noch meine Balance finden.

Dabei half mir Brunhilde. An einem der letzten Tage, wir wollten wieder „Hummeln“ sagte sie nach dem Frühstück: „Du, ich mag heute nicht weg. Ich brauche einen Höllentag.“ So einfach ist das. Und das konnte ich dann heute gleich für mich umsetzen. Ich meinen Höhlentag und Brunhilde am Hummeln.

An ihren Höhlentage sitzt sie ruhig an ihrem Aussichtsplätzchen, lümmelt im Liegestuhl, liest genüsslich ein paar Seiten in einem Buch, macht kleine Spaziergänge, schwimmt ihre Runden im Pool … Genießt das Nichtstun und unsere gemeinsamen Mahlzeiten.

Und, an einem dieser gemeinsamen „Höhlentage“, begannen wir kreativ zu werden. So entstand ein neues Bild für das Gästezimmer und einen Entwurf, für die nächsten hummelfreien Höhlentage. 🙂

 

 

2 Comments

  1. Brunhilde

    Liebe Michèle, spannend über mich zu lesen. Meine Rückzugstage sind jedoch nicht Höllentage sondern Höhlentage, weil ich mich da in meine Höhle verkrieche. Sie sind für mich nicht die Hölle sondern der Himmel, der Himmel auf Erden. „May the heaven be reflected by the earth and the earth may turn into heaven“ (Möge der Himmel sich widerspiegeln in der Erde, dass die Erde zum Himmel werde). Heute war für mich tatsächlich ein Hummeltag. Ich war den ganzen Tag von 9 Uhr in der Früh bis jetzt nach Mitternacht unterwegs. Du warst schon im Bett als ich zurückkam, aber das Tor war offen, die Aussenlichter brannten. Die Katzen haben mich begrüßt. Und nun setze ich mich noch an den Computer.
    Ich brauche beides die Hummeltage und die Höhlen-Himmel-Tage. Nach den Hummeltagen kann ich mich dann bei dir wieder in meine Höhle zurückziehen, mich im Pool aalen, den Anblick des Maroma genießen, in die Natur eintauchen und mich an deinem herrlichen Essen laben. 1000 Dank dafür!
    Bis morgen früh beim Frühstück!
    Brunhilde

    1. Michèle

      Oh, oh, oh …

      Höllentage … hahahaha …

      Das würde ja bedeuten, dass die Tage hier mit dir die Hölle sind … Sind sie nicht. Schön, dass du hier bist.

      Herzlich, Michèle

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