Hefe vergessen

Um 6.29 Uhr wachte ich gerädert, als wäre ein Dampfwalze über mich gerollt, mit Kopfschmerzen, zusammen gebissenen Zähnen und schmerzenden, verspannten Schultern auf … Nochmals einzuschlafen und weiter zu träumen, darauf verzichtete ich dankend … Ich bin in der Nacht einige male zwischen dem „Film“ aufgewacht und kaum schlief ich wieder, spulte er sich weiter ab … Die letzte Szene kurz bevor ich eben um 6.29 Uhr ganz aufwachte, hatte mir den Rest gegeben … Auf eine weitere Fortsetzung hatte ich keinen Bock.

Verschlafen und kraftlos brühte ich mir einen Kaffee, scrollte zur Ablenkung durch Facebook um dann zu entscheiden, mich doch noch etwas hinzulegen ohne einzuschlafen. Beim nicht wieder Einschlafen unterstützten mich Sidi und Blanc, die auf mir herum turnten. Als die Kopfschmerzen etwas nachließen, stand ich wieder auf, wusch mich und beschloss, mich mit einem frisches Brot, für das Frühstück nach dem Morgenspaziergang zu verwöhnen …

Und als ich zurück kam, durfte ich sehen, dass es nicht aufgegangen ist … Da fiel mir ein, ja, ich hatte sie in meinem Palim-Palim-Zustand vergessen. Nun habe ich es aber trotzdem gekostet – es schmeckt mit den Kräutern (etwas Salbei, Moringa und Currykraut) wundervoll aber ist sehr „mastig“ und nach zwei Scheiben war ich übersatt …

Du möchtest nun aber wissen, was ich geträumt habe? 😉 Wenn nicht, dann kannst du hier nun das Weiterlesen unterlassen … kicher

Ich begegnete meiner ersten großen Liebe – im Jetztalter. Immer wieder kamen wir zusammen, wollten uns annähern, küssen aber immer kam jemand oder seine Frau dazwischen und mahnten uns zur Vernunft. Erstaunlich für mich war, dass ich keine Gefühle für ihn hatte. Oder anders, ich wollte/konnte die Gefühle nicht zulassen …

Dann lud er mich zu einem Konzert ein. Heimatmusik … so mit Handorgel, Jodeln etc. So überhaupt nicht meins aber ich ließ mich trotzdem darauf ein. Wir traten in einem Raum und kaum war ich drin verdunkelte sich der Raum. Bedrohlich dunkel und ich hing an einem Art Kreuz und sollte getötet werden. Der Mann am Pult vor mir, warf mir vor, seiner Mutter – durch meine Geburt viel Leid zugefügt zu haben, unter dem er als Kind gelitten hat. Meine „erste große Liebe“ sah ich nicht mehr.

Ich wachte auf und meine Gedanken rotierten. Ich war überrascht, dass mich diese Geschichte, nach all den Jahren einholte. Ja, es besteht die Möglichkeit, dass die Frau die mich geboren hat, nicht die Frau ist, die mich aufzog und sich als meine Mutter ausgab … Klingt vielleicht für einige etwas abstrus und seltsam … jedoch, es gibt nichts was es nicht gibt. Und ich habe schon lange damit meinen Frieden gefunden, wenn ich auch bis zum heutigen Tag immer mal wieder mir wünsche, die Wahrheit zu erfahren und wenn es diese biologische Mutter gibt, ihr zu begegnen … Was jedoch, je älter ich werde umso unwahrscheinlicher wird dies.

Ich schlief wieder ein. Und war noch immer in dem dunklen, bedrohlichen Raum mit der Aussicht, getötet zu werden. Vor mir und dem Pult mit dem Mann, eine Traube von dunkel angezogenen Menschen die nur darauf warteten, dass das Tötungsritual endlich los geht … Als der Mann sich mit einem Messer in der Hand zu mir umdreht, fliegt die Tür auf und meine „Mutter“ stürmt herein, auf ihren Sohn zu und tötet ihn. Holt mich vom Kreuz herunter und hält mich weinen in den Armen …

Da wachte ich wieder auf. Es war 6.29 Uhr.

Meine/unsere Vergangenheit. Vieles liegt gerade für Menschen die Gewalt/Missbrauch oder sonst irgendwie in einer disfunktionalen Familie aufwuchsen, im Dunkeln. Steuert und beherrscht uns unbewusst. Und lassen wir es ins Bewusstsein, dann stellt sich die Frage, wie man nun mit dem Wissen umgeht?

Ist es eine Erlösung verschüttetes ins Bewusstsein zu holen?

Erst fühlte es sich lange absolut nicht so an. Je mehr ich ab meinem 19. Lebensjahr in therapeutischen Begleitungen ans Licht holte umso mehr fühlte ich mich hilflos, als Opfer, Manipuliert, Abgelehnt, Belogen, und so weiter … Irgendwann nach vielen Jahren und therapeutischem Arbeiten an mir und meiner Vergangenheit hatte ich für mich das Gefühl, dass sich gar nichts für mich geändert hat – außer, dass ich sehen und verstehen konnte, warum ich mich so klein, dumm, schmutzig etc. fühlte. Das änderte aber nichts an meiner tief sitzenden Traurigkeit, an meinem latent immer vorhanden Wunsch, den Mut aufzubringen, meinem Leben ein Ende zu setzen … was jedoch meine Neugierde, ob ich es nicht doch noch raus aus der Dunkelheit schaffe, verhinderte …

Habe ich den Weg aus der Vergangenheit, aus der Dunkelheit geschafft?

Ja.

Was dadurch anders als davor ist?

Wenn heute etwas schief läuft, dann suche ich nicht mehr nach dem Grund in meiner Vergangenheit, habe nicht mehr das Gefühl, dass sie Schuld daran ist. Solche Gedanken kommen gar nicht mehr auf. Sondern ich schaue mir die Jetztsituation an, fühle was jetzt für Gefühle da sind und verstricke mich nicht mehr in die Gefühle der Vergangenheit. Was jetzt geschieht, geschieht JETZT. Was ich JETZT fühle sucht in mir keinen Grund mehr, warum ich gerade fühle was ich fühle … Es ist ein akzeptieren, dass das Leben aus Licht und Schatten besteht. Akzeptieren, dass ich mich mal kraftvoll, mutig, mal ängstlich, mal glücklich, mal unzufrieden, mal ratlos, mal klar, mal zögern, mal forsch etc. fühle … JETZT. Meine Gefühle verstricken sich nicht mehr mit meiner Vergangenheit, auch nicht nach so einem Traum. Fühlen, dass ich mich wie platt gewalzt fühle … Fühlen der Sehnsucht nach der Wahrheit … und akzeptieren, dass es so ist wie es ist.

Das war ein langer Weg bis die alten Programme überschrieben, bis ich von der Vergangenheit weg ins HIER und JETZT kam.

Ist das Leben dadurch besser?

Schmunzel … Wer glaubt, dass wenn wir unsere Wunden geheilt haben, wir nur noch Glücksseligkeit erleben, ist aus meiner Sicht auf dem Holzweg. Was ich für mich gelernt habe, ist anders mit mir umzugehen. Achtsamer, Wertschätzender, Liebevoller und mir, dem Leben zu Vertrauen.

Es gibt kein Rezept wie die Wunden der Kindheit geheilt werden können. Jeder geht da seinen ganz eigenen Weg, in ihrem/seinem Tempo. In kleinen und größeren Schritten, mit Rückschritten … jedoch irgendwann, mit soviel Selbstliebe, dass wir beginnen gut und liebevoll selbst für uns sorgen zu können … uns das zu Geben, was uns einst fehlte. Schutz, Geborgenheit, Urvertrauen, Selbstakzeptanz, Selbstliebe.

Wie arbeite ich?
Ich begleite dich intuitiv über Skype oder bei einem Aufenthalt in meinem Domizil, in der Abgeschiedenheit der andalusischen Bergen. Auch für Langzeitaufenthalt geeignet. Die Kosten für einen Langzeitaufenthalt (ab 1 Monat und mehr) erfrage bitte per PN oder E-Mail (cpellegrini@gmx.de).

Was bringst du mit?
Den absoluten und brennenden Wunsch die Sonnenseite des Lebens in dir zu aktivieren, zu stärken und zu leben.

Michèle, intuitive Begleiterin, Mittlerin zwischen den Welten.

Du willst mich erst etwas kennenlernen?
Dann schreibe mich an und wir vereinbaren einen kostenlosen Skypetermin bei dem du für dich heraus finden kannst, ob ich deine Begleiterin für dich, zu DIR bin.

Mehr zu mir findest du auf meiner Homepage: www.aussteigen.eu

PS: Ich freue mich, wenn du meinen Beitrag teilst und mich damit unterstützt mein Wirken in die Welt zu bringen. DANKE

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