Gedanken formen deine Realität

11.23 Uhr, 27 Grad am Schatten. An der Sonne kann ich es nicht wirklich sagen, da sie Anzeige oben anschlägt. Mein Thermometer geht bis 50 Grad … …

Nach meinem heutigen Morgenspaziergang.

Ich bin zur Zeit am forschen. Nach was? Nach der Formel, Glücklich-Sein. 😉

Heute fiel es mir schwer aus dem Bett zu kriechen. Doch ich weiß, dass ein angenehmer Morgenspaziergang mit Sidi und Pepino nur eine begrenzte Zeit möglich ist. Sobald die Sonne über den Berg kriecht dauert es nicht lange bis einem die Hitze umhüllt. Also raus aus den Federn, ich kann mich ja später nochmal hinlegen … Mit einer etwas matschigen Birne schlürfe ich meinen Kaffee. Beide schauen mich an und warten darauf, dass ich die Schuhe anziehe, dass Zeichen, dass es nun los in den parque Tejeda geht …

Bei meiner Rückkehr stehe ich vor der Kaffeemaschine um meinen zweiten Kaffee zu machen und da huscht ein Satz durch meine Hirnwindungen: „Entscheide dich einfach, glücklich zu sein.“ Jetzt wo ich den Satz gerade aufschrieb, berührt er mich sehr. Ja, es ist meine Entscheidung wie ich mich fühle. Es sind meine Gedanken die meine Gefühle kreieren.

Die meiste Zeit stecken die meisten Menschen in Gedanken die sich mit der Vergangenheit oder der Zukunft, beschäftigen und obendrein, meist keine schönen, lebendigen und wohlfühlenden Gedanken … Oder negative Gedanken über das was man gerade lebt. Eine seltsame erlernte Unart vieler Menschen – ich schließe mich da nicht aus. Ich habe einen Großteil meines Lebens damit verbracht, meine Kindheit therapeutisch aufzuarbeiten und blieb so darin verhaftet. Band mich, durch das ständige Beschäftigen damit, noch mehr an das Vergangene. Niemand sagte mir, dass ich damit „einfach“ aufhören kann. Dass es meine Entscheidung ist. Niemand sagte mir, dass ich mich für das JETZT entscheiden soll … Das war und ist in Therapien auch heute noch, nicht üblich. Es geht um Aufarbeitung und damit um die Beschäftigung mit dem was in der Vergangenheit geschah. Ja, es ist wichtig davon vieles einmal auszusprechen aber auch wichtig, so sehe ich dies heute, als Begleitperson zu schauen und darauf aufmerksam zu machen, was JETZT davon noch wichtig ist … Was man JETZT erleben und wie man sich JETZT fühlen will.

Ich nehme ein Beispiel, welches vielen vertraut sein könnte. Du bist auf dem Weg zur Arbeit und du hast überhaupt keinen „Bock in den Stollen“ zu gehen. Und das nicht erst heute, sondern schon gestern, vorgestern, vor einem Jahr oder auch schon länger … Der Job ödet dich an. Die Kollegen nerven dich. Dein Chef ist unfreundlich zu dir. Und, und, und … Zum xten Male fragst du dich, wie du das ändern kannst. Ob du einfach kündigen sollst. Oder, oder, oder … Es fallen dir viele Gründe ein, warum du aus der Nummer nicht raus kannst. Die Miete muss bezahlt werden … in meinem Alter finde ich nichts mehr … die Kinder … die Frau … und so weiter … Und ja, es kann sein, dass du JETZT keine andere Wahl hast, als deinen Job zu machen. Sei es aus Pflichtgefühl, aus Angst oder einfach weil gerade kein Impuls da ist, der dir einen anderen Weg zeigen könnte. Und diese Impulse, die das Leben neu ausrichten könnte, werden durch Gedankenkarussells verhindert. Wir waten im immer gleichen, uns bekannten und dort wird nichts Neues erscheinen. Also de facto hilft es logischerweise nur, aus dem Karussell auszusteigen bevor mir Speiübel ist oder ich durch Krankheit, Burnout, Herzinfarkt, Depression oder sonst etwas, heraus katapultiert werde …

Aber wie komme ich da raus? Meine Situation ist nun einmal beschie… meine Kindheit war nun einmal ein einziger Horror … meine Ehe ist tot … meine Kinder sind undankbar … mein Chef ist ein Kotzbrocken … meine Kollegen mögen mich nicht … etc.

Doch wie steige ich aus dem Karussell aus?

Der erste Schritt ist die Akzeptanz. Akzeptieren, dass du gerade im Außen nichts verändern kannst und der Zweite, dich darauf auszurichten, einen schönen Tag zu verbringen, da wo du gerade bist. Und dann beobachten und wahrnehmen was sich, durch deine Intention, einen schönen Tag zu haben, glücklich zu sein, verändert. Du kannst dein Fühlen nicht erzwingen. Dich nicht dazu zwingen den Tag als Schön zu empfinden oder glücklich zu sein. Ich meine damit nicht, dich selbst zu belügen und zu zwingen. Sondern lediglich dich darauf, auf das was du dir wünscht zu fühlen und zu erleben, auszurichten. Immer wieder. Ich entscheide mich für einen schönen Tag. Oder, ich entscheide mich, glücklich zu sein.

Probiere es aus. Vielleicht nur mal für eine Woche und schau was sich verändert wenn du dich selbst aus dem Karussell deiner Gedanken holst und dich auf das ausrichtest, wie du dich fühlen möchtest.

Viel Spaß dabei <3

Zum Abschluss noch eine kleine Geschichte eines Experimentes mit Studenten. Ich weiß nicht mehr wo, das spielt aber auch keine Rolle. Es wurden Menschen, die sich als Glückspilze und Menschen die sich als Pechvögel sehen, für eine Umfrage gesucht. Es ging aber gar nicht um eine Umfrage. Das war nur der Aufhänger. Die Tester legten eine Münze auf den Boden und das Resultat war, dass die Glückspilze diese Münze sahen und sich darüber freuten und die Pechvögel einfach darüber liefen und sie nicht wahrnahmen …

Es zeigt, wie unsere Gedanken über uns selbst und die Welt unser Erleben steuert …

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