Fast Vollmond

Es war noch hell als ich mich ins Bett fallen ließ …

Mitternacht. Hellwach. Innerlich tobt Unruhe. Der Versuch wieder einzuschlafen scheitert. Atmen. Atmen. Atmen. Vielleicht klappt es ja dann mit dem wieder einschlafen … Pustekuchen. Also aufstehen. Und nun?

Tee kochen. Raus gehen. Am Pool unter der Möndin sitzen. Atmen. Atmen. Atmen.

Wie sitze ich da?
Wie fühlt sich mein Körper an?

Verkrampft. Puuhhh … Verschlossen. Eingeschlossen. Als sei „es“ mit einer undurchdringlichen Mauer umgeben. Abgetrennt. Getrennt. Vergessen. Vergessen, dass ich Teil von allem, dass „es“ Unendlich ist. Dass es ein Kind „Gottes“ ist. Ich mag das Wort „Gott“ nicht. Für mich ist in diesem Wort eine Energie, die sich ungut für mich anfühlt. Zu viele dunkle Geschichten sind darin enthalten. „Gott“ als Wort, der Irrglaube an Trennung. Ich hier, Gott da draußen irgendwo. Die Illusion der Trennung, u.a. von den „Religionen“ (bewusst?) herbei geführt … Das ist/war das Spiel. Es löst sich auf … in immer mehr Menschen.

Worte … so viele Worte die „uns“, den Menschen vom Alleins, voneinander trennen.

Mein Bild

Dieses Menschding, der Tempel in dem wir sind, unser Körper, umhüllt ein helles Licht und direkt am Körper ist ein dunkler „Ring“ in dem es in allen Farben funkelt. Dies ist weder negativ noch positiv. Es ist der „Tunnel“ des Vergessens. Der Vorhang der uns vom Bewusstsein, Allumfassend (Gott, Göttin) zu sein, trennt. Der Energiewirbel, das Funkeln welches uns umgibt, ist was wir ausdrücken. Was sich durch „uns“ manifestieren, zu Materie werden will …

Was geschieht, wenn sich die Trennung auflöst? Wenn die Illusion von Etwas getrennt zu sein, sich ganz und gar auflöst?

Bis jetzt bedeutet es, das verlassen des Körpers. Sterben.

… und löst Angst in mir aus. Die Angst vor dem Tod. Einigen meinen, es ist das Ego welches Angst hat. Ich weiß es nicht. Ich kenne dieses vollkommene Vergessen. Durfte es viele Male in der Vereinigung (Sexualität) erleben. Die Angst vergessen, dass es „mich“, den Körper nicht mehr geben könnten … dass ich nicht wieder zurück kann … dies wird eines Tages passieren, ganz klar … aber doch noch nicht jetzt …

… und ja, ich sehne mich nach diesem Aussteigen vom „nur Mensch sein“. Nach dieser Auflösung der Angst, nicht mehr zu sein, wenn „es“ ungetrennt ist. Wenn es das „Menschbewusstsein“ vergisst.

Etwas glaubt, dass dies – so lange ich die Form ein Körper/Mensch sein liebe, dies kein Dauerzustand sein kann. Wirklich ganz „rüber“ zu fließen, ist das herausfließen aus dem Körper.

Kann „beides“ existieren? Kann ich Mensch und „nicht Mensch“, Allumfassend sein?

„Drüben“ ist alles wonach ich mich sehne. Nur, bin „ich“ dann noch da? …

Die Angst vor dem Sterben darf gehen. Darf sich auflösen. Sie ist die große Illusion, sie ist die Trennung. „Wir“ manifestieren die Angst, jede/r, mehr oder weniger … Um diese Angst zu sein, braucht es eine Bühne auf der so viele Dinge geschehen die diese Angst aufrecht erhält … Die Angst den Job zu verlieren … nicht gut genug zu sein … die Angst vor dem was einst in der Vergangenheit geschah … die Angst vor dem Klimawandel, der Umweltzerstörung … die Angst, Fehler zu machen … am Rand zu stehen … ausgeschlossen zu werden … die Angst vor dem Tod.

Kann die Angst sich restlos in Vertrauen/Hingabe (SEIN) auflösen?

Ist das Leben dann noch „spannend“, wenn das Vergessen, vergessen wird … Wenn „wir“ uns erinnern, dass wir Unendlich sind? …

Meine zwei Welten. Ein Hin- und Herpendeln.

Michèle, Geschichtenerzählerin und Mittlerin zwischen den Welten.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

code