Einsamkeit

Am Morgen, nachdem ich alle fünf Fellnasen ausgiebig begrüßt habe, setze ich mich mit meinem ersten Kaffee, je nach Außentemperatur, auf die Terrasse oder ins Wohnzimmer und scrolle durch Facebook. Und heute sprang mich folgender kurzer Satz an:

„Ich fühle mich einsam.“ und darunter in einem Kommentar stand: „Du bist in einer Beziehung und bist einsam?“

Ich gehe davon aus, dass viele Menschen diese Form der einsamen Zweisamkeit kennen. Mir ist sie jedenfalls nicht unbekannt. Diese Sprachlosigkeit die zwischen einem entstehen kann. Dieses sich ständig missverstanden, oder kritisiert, oder verletzt, abgewiesen, und so weiter, zu fühlen. Als ich dann in die Abgeschiedenheit und in längere Phasen des mit mir allein Seins geweht wurde, war ich überglücklich. Endlich keine Ablenkung mehr von außen. Niemand der mir rein redet, der etwas von mir will – außer meinen tierischen BegleiterInnen. Genoss und genieße es aber genau so, wenn andere Menschen eine Auszeit in meinem Haus machen.

Kostbare Selbstbegegnungen

Wenn ich heute mit anderen Menschen zusammen bin, sind dies für mich, egal wie sie verlaufen, kostbare Selbstbegegnungen. Ich begegne meinen Gedanken, Gefühlen, Ideen, Visionen oder Themen in der Interaktion mit dem Anderen. Was sich vollkommen verändert hat und was ich nie stark ausgeprägt hatte ist das Bewusstsein, dass das Du nicht Schuld an dem ist, was in mir abgeht … Wenn ich mich verletzt fühle, dann darf ich bei mir schauen was mich verletzt, ob da eine alte Wunde ist in die das Gegenüber gerade gefasst hat … Das Verletztsein da lassen. Innehalten. Den Stich wahrnehmen. Fühlen.

Was jedoch meistens geschieht ist ein Reflex des sich Wehrens, Rechtfertigens oder etwas zu sagen, was den anderen verletzt – „Damit du weißt wie sich das anfühlt!“, steckt unbewusst dahinter oder der Wunsch, den Schmerz los zu werden indem man selbst verletzend agiert …

In einem solchen Umfeld entsteht eine extrem belastende Einsamkeit. Ein sich voneinander getrennt fühlen. Wo aber ist die Trennung wirklich? Beginnt sie vielleicht schon in dir selbst? Wie gut bist du mit dir und deinen Gefühlen und Emotionen verbunden? Wie gut kennst du dich selbst? Kennst du deine Wunden aus der Kindheit? Und egal wie fürsorglich und liebevolle wir auch aufgewachsen sind, wir kommen alle mit Lernaufgaben auf diese Erde. Mit Rollen, die wir offensichtlich erfahren wollen – wir werden also alle „verletzt“.

Lernaufgaben kennen

Durch die kabbalistische Geburtsanalyse lassen sich im Energiebild unsere Talente, Lernaufgaben und die körperlichen oder seelischen Symptome, die uns auf unser Lernfeld hinweisen, berechnen. Kennt man diese erst einmal und nimmt sie als gegeben an, kann dies die Interaktion mit anderen Menschen auf fast schon magische Weise, entlasten. Ich muss keinen Schuldigen mehr finden – ich kann, bei mir bleiben und beobachten was ich sage, fühle, denke und was ich im Du auslöse und wenn der Impuls da ist, auf die körpersprachliche Reaktion meines Gegenübers eingehen …

Mir ist aber auch bewusst, dass in einer hektischen Welt mit vielen Ängsten, die zur Zeit massiv auch noch geschürt werden, diese Zentrierung in sich selbst, ein großes Lernfeld ist. Ich vermute, zumindest aus meiner Sicht, wesentlich Schwieriger als wenn ich nur hin und wieder mit dem „Fremden“ außerhalb von mir, zusammen bin.

Manchmal kann es hilfreich sein, sich eine Insel zu schaffen, in der man in regelmäßigen Abständen mit sich allein ist oder Zeit mit Menschen verbringt, die einem nähren und erweitern. Wo man sich trennt und denkt, boah eh, dass war jetzt einfach schön.

Würdest du gerne wissen, mit welchen Lernaufgaben du in dieses Leben gestartet bist? Gerne erstelle ich dir dein Energiebild oder eine Gesamtauswertung

Informationen dazu findest du  HIER

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