Ein perfekter Moment

Kaminfeuer Gespräch

Gestern erlebte ich einen perfekten Moment. Das Feuer praßelte im Kamin, die Nacht brach langsam herein, von draußen klang das Singen eines Vogels ins Wohnzimmer, neben mir vor dem Kamin lagen Sidi und Pepino, auf mir, Blanc und Felix und im Esszimmer auf dem Stuhl schlief Garfield, mir gegenüber saß Konne und zupfte seine Ukulele, auf dem Tischchen neben meinem bequemen Seßel stand eine Flasche frisches Wasser aus der Quelle, welches beim Trinken samtig anmutet …

Ich ließ mich in diesen perfekten Moment herein fallen, ruhig und Gedankenfrei. Einfach den Moment genießend … und in diesen perfekten Moment zeigte sich mein inneres Kind mit ihrem Wunsch nach Sicherheit und Geborgenheit …

Sicherheit und Geborgenheit

James, mein Verstand weiß natürlich, dass mir im Außen niemand diese Sicherheit und Geborgenheit geben kann – den ich bin ja de fakto hier wo ich lebe, sicher und geborgen.

Konne, dem ich diese innere Bewegung erzählte, war erstaunt wie es sein kann, dass in einem empfundenen perfekten Moment sich gleichzeitig dieses leise Schmerz, diese kleine Angst zeigt … Auch D. unsere neue/alte, wieder zu uns zurück gekehrte Mitbewohnerin und eine langjährige Freundin von mir, staunte wie das sein kann, wenn sich doch der Moment durch und durch perfekt anfühlt …

Da habe ich verstanden, dass der Bodensatz an alten Schmerz, Ängsten, etc. sich eben genau in der perfektion des Erlebens zeigt, in der Stille des Moments, wo das Gedankenkarussel still steht, in der Hingabe an den Moment, dann, wenn der eigenen innere und äußere Lärm, wie ein ständiges sendendes Radio, ausgeschaltet ist …

Als Konne mir fragte, ob er irgend etwas tun kann, damit ich mich sicher und geborgen fühle kann, verneinte ich dies, da im Außen niemand etwas dafür tun kann, dass sich mein kleines inneres Kind, sicher und geborgen fühlt … Nur ich kann es tun, indem ich diese innere Bewegung wahr nehme, fühle, zulasse und dabei geschah etwas wundervolle, nach wenigen Minuten spürte ich, fühlte es sich in mir an, als würde ich/etwas in innen etwas wachsen und die Emotion von Angst (die da ist wenn ein Kind sich nicht sicher und geborgen fühlt) schmolz dahin …

WOW, einfach nur immer wieder wow, zusammen mit Dankbarkeit, welche in solchen Momenten mein SEIN durchflutet.

Angst

Ja, ich nahm wahr, dass das äußere Geschehen, das Chaos, die Angst um mich selbst vor allem der Gedanke, wenn niemand mehr Geld verdienen kann, weil der Mittelstand zerstört ist, wie soll ich dann noch Geld pflücken können und vor allem, das war Spannend diesem „Trigger“ (Glaubenssatz) erneute zu begegnen, dass das Leid durch welches viele Menschen gerade gehen in mir sowas auslöst wie: Ich darf nicht glücklich sein, wenn es so vielen Menschen schlecht geht – ich leide also mit und erkannte nochmals für mich, MitLEIDEN hilft niemanden …

Mitfühlen oder Mitleiden

Das Mitgefühl kommt aus dem Herzen, ist rein, kraftvoll und kann die Hand zur Unterstützung, Begleitung, zum Trost gereicht werden. Baut auf, hört zu, ist mit seiner reiner Präsent bereits „heilend“, lösend, erweiternd, verändernd …

Das Mitleiden ist die eigenen Baustelle. Weißt auf Schmerz/Wunden in mir selbst hin und fällt aus dem Mitgefühl, da es eine innere Bewegung der Bedürftigkeit ist …

Bei mir gestern, dass Bedürfnis nach Schutz und Geborgenheit im Erkennen, dass mein Kleinkindanteil das ganze C.arolina geschehen, Angst macht und dieses Kleinkind natürlich geschütz und geborgen sein will.

Bleibt dies unbewusst führt es dazu, was ich in vielen zwischenmenschlichen Beziehungen aber auch in der „therapeutischen“ Arbeit oft erlebte, dass „man“ sich zusammen tut aus einer Bedürftigkeit heraus in der Hoffnung, dass das DU das innere Kind beruhigt, nährt, in Sicherheit wiegt und so weiter …

Fällt der Mensch, der diese scheinbare Beruhigung des anderen inneren Kindes, weg, dann fallen die Menchen in ein tiefes Loch … und meist wird gleich die/der nächste Partner*in oder „Therapeut*in“, Seminar, etc. angestrebt um dieses Loch, den Schmerz, die Angst, usw. nicht spüren zu müssen …

Nimm dein inneres Kind in die Arme

Oder, sei dir selbst gute Eltern. Wer den Prozess und die verschiedenen Anleitungen zur Heilung des inneres Kind durchgemacht hat, weiß wovon ich rede/schreibe.

Ich habe dies wirklich versucht. Für mich zeigt sich jedoch inzwischen, dass weniger mehr ist. Bedeutet, dass FÜHLEN dessen was gerade da ist, es benennen, dieses innere Gefühl, auszusprechen und dasein zu lassen, die effektivste Heilung ist.

Die Wunden der Kindheit

Oft wird in „Therapien“ Stunde für Stunde über all das schreckliche in der Kindheit erzählt. Klar ja, auch dies will raus, will gesehen, ausgesprochen werden. Doch wie oft?

Eine Geschichte des Zuhörens

Die „Gemeinschaft“ traf sich jeden Abend um das Feuer herum und jeder, der das Bedürfniss hatte etwas zu sagen, tat dies. Dies konnte ein Erfolgserlebnis oder etwas sein, womit man haderte. Einer Hadergeschichte wurde ebenso empathisch zugehört wie den Erfolgsgeschichten. Doch es gab einen Unterschied, Erfolgsgeschichten werden meist nur einmal (einer Person, Gruppe) erzählt und da ja das ganze Dorf zusammen saß, brauchte diese auch nur einmal erzählt und gewürdigt werden. Anders bei den Hadergeschichten. In diese ist das Menschding oft viel tiefer verstrickt durch das erlernte Muster des Erziehungsmodells in welchem wir aufgewachsen sind, ist in uns allen der Mangel, das nicht gut genug sein, mehr oder weniger stark angelegt. So löst eine Hadergeschichte wesentlich mehr aus als eine Erfolgsgeschichte und der Hadernde hat somit viel öfters und intensiver das Bedürfnis von seinem Pech, Unglück, der Ungerechtigkeit die ihm widerfahren ist, zu erzählen … Doch diese Gemeinschaft hat ein heilendes Ritual und eine gemeinsame Absicht der Heilung für jeden:

Einer Hadergeschichte wurde dreimal zugehört. Begann der Hadernde am 4. Abend nochmals mit dieser Geschichte an, drehten sich alle anderen vom Feuer weg. Hörten ihm also nicht mehr zu und signalisierten damit, dass es nun dran ist Erlösung vom Geschehen zu fokossieren, also aus der Geschichte auszusteigen, zu fühlen was da ist, evtl. um Unterstützung zu bitten, die „Wunde“ zu heilen … auf jeden Fall ganz klar die Botschaft, nun den Fokus auf die Heilung zu legen statt in den Emotionen verstrickt zu bleiben und damit die „Wunde“, den „Trigger“ zu verfestigen, vertiefen und zu vergrößern …

Eine Entscheidung treffen

Da ich über viele Jahre Opfer von Gewalt und Missbrauch begleitet habe und noch begleite, weiß ich wovon ich rede, wenn ich die Worte, Wunde, Trigger oder Opferbewusstsein verwende, da ich selbst diesen Prozess durchlaufen habe um dann irgendwann damit zu beginnen, andere Menschen in diesem Prozess der Heilung zu unterstützen und stetig dazu zu lernen, auch hier, aus dem Mitleiden ins Mitgefühl und damit in die Klarheit zu kommen, auch bezüglich meines Wirkens.

Klarheit

Heute weiß ich, dass Heilung nur geschieht, wenn ich/wir uns dafür entscheiden. Wenn der Fokus darauf ist, die Vergangenheit zu „heilen“, sprich diese mehr und mehr von der emotionalen Ladung befreien und ins Fühlen gelangen ohne eine ständige Widerholung der Geschichten die einst die Wunde in mich/uns schlug.

Meine Klarheit in meinem Wirken

Hast du dich zu 100% dafür entschieden dich aus den alten Wunden, Verstrickungen, Geschichten zu lösen?

Wenn nicht, dann kann ich dir jetzt schon sagen, dass es „Heilung“ nicht geschehen kann und wird.

DU allein entscheidest ob du dich erlösen oder weiter leiden willst.

Die Heilung beginnt mit einer klaren, fokussierten Entscheidung, die wir auf dem gemeinsamen Weg immer wieder in Erinnerung gerufen wird und es so auch dazu kommt, dass „ich mich vom Feuer umdrehe“ … Also dich darauf hinweise oder Frage, wie oft du diese Geschichte wieder emotional durchleben und damit jedes mal noch mehr verfestigen, vertiefen und das Leidensmuster vergrößern willst …

Mitfühlen

Ja, ich fühle mit dir, da ich um den Schmerz, die Angst, die Verstrickung etc. aus eigener Erfahrung weiß. Doch ich werde nicht mit dir leiden, da dies lediglich dazu führt, dass dein Leiden sich noch tiefer in dein System verankert …

<3

Michèle, Heilbotschafterin zwichen den Welten

Bild Konrad Funk, Die Faszination der heiligen Geometrie

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