Ein Freund

Ich las eben seine Zeilen … DANKE

… ich lese Freude, Lebendigkeit, Abenteuerlust aus deinen Zeilen heraus. Fühlt sich sehr schön an. Ich freue mich mit und für dich. Und ja, wir sind in unserem dritten und letzten Lebenskreis … und ja, die Kraft lässt nach. Es werden andere Sachen wichtig, so wie du es beschreibst: Verzeihen. Lieben. Für mich, innerer Frieden. In den zwei Jahren in den ich in der Abgeschiedenheit und meisten mit mir alleine gelebt habe, dass ich überhaupt in die Einsamkeit gezogen bin war die Sehnsucht nach Frieden … Ich wollte ein Haus, eine Oase des Friedens erschaffen, an dem andere Menschen auftanken können … Da wurde mir klar, wenn ich einen Ort mit der Energie des Friedens erfüllen will, muss ich Frieden SEIN.

Ich war oft in der Angst. Finanzielle Angst, unter anderem. Aber noch etwas anderes setzte mir öfters zu, ich war/bin anders als vor meinem Zusammenbruch vor 5einhalb Jahren. Ich habe kein Ziel mehr. Ich habe nicht mehr das Gefühl, dass es irgend etwas gibt, was ich noch unbedingt gesehen, gefühlt haben will, bevor es dann über die Regenbogenbrücke geht. Ich weiß nicht, ob du dir vorstellen kann, wie verwirrend es ist, kein Ziel mehr zu haben.

Als ein Freund mich vor meinem „Klosteraufenthalt“ 😉 fragte, was ich den eigentlich will, habe ich mit den Achseln gezuckt und gesagt: Ich will … etwas erleben, was ich noch nicht kenne. Ich erklärte ihm, dass all unsere Ziele und Pläne die wir so machen, einzig und allein aus dem bestehen, was wir schon kennen … Denn was wir nicht kennen, die große Unbekannte, die können wir ja – da keine Kenntnis davon – in unsere Ziel, Wünsche, Pläne, gar nicht einweben …

Will ich wirklich über den Tellerand, dann, so habe ich für mich begriffen, ist die Energie die es in mir braucht, Vertrauen.

Das ist meine nächste Runde.

Ja, ich habe Frieden in mir gefunden. Und jetzt geht es weiter zur nächsten Lernaufgabe. Vertrauen.

Vertrauen bedingt, so meine momentane Erkenntnis, das Vertrauen in mich selbst.

Und da scheitere ich gerade seit einigen Monaten immer wieder.

Es ist mir als würde ich mich im Kreis drehen. Jedoch fühlt sich dies nicht nach einem schönen Walzertanz an 🙂

In was soll ich Vertrauen?

In mich?

Ähm … ja.

Gibt es mich?

Ein bodenloses Fass. Kein Anfang und kein Ende.

Irgendwie, ist durch den Zusammenbruch etwas in mir verrutscht. Ups.

Ich habe stärker den je in meinem Leben zuvor, dieses Pendeln zwischen zwei – für mich vollkommen unterschiedliche „Erfahrungen“, die so krass verschieden sind, dass ich das Gefühl habe, nicht mehr wirklich in der „Normalität“ des Lebens oder Menschsein, klar zu kommen …

Es strengt mich an. Doch ewig auf meinem Berg sitzen, durch den Naturpark spazieren oder wandern … irgendwann ging mir dies auf die Nerven. Ich bekam das Gefühl, dass ich wieder unter Menschen muss … tja, und jetzt darf ich mich daran erst wieder gewöhnen …

Ups, ist etwas lang geworden. Verzeih.

Gute Nacht.

 

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