Die Verstorbenen

Die Verstorbenen

Andrea Grimme: „Was für eine Story, Geschichtenerzählerin.

Sie löst eine große Trauer in mir aus. Nie hätte ich gedacht, dass Du, Michelle, so larifari-lustig über den vorzeitigen Tod so vieler Menschen hinweggehen könntest.

Du kannst Dir Deine „Liebe“ an den Hut stecken, an die kann und mag ich nicht mehr glauben.

Leb wohl in Deiner Blase der esoterischen Besserwisser und in Deiner selbst gewählten emotionslosen Beobachterrolle. „

Der erste Kommentar unter meiner gestrigen Geschichte: Gesundheitsschädliche Gehorsamkeit.

Als ich aufwachte, noch im Bett liegend, Sidi ihr Morgenknuddel gebend, Blanc und Felix, ich hatte die Zimmertür etwas geöffnet, begrüßend und daran hindern, wieder alle meine am Meer gesammelten Steinge vom Regal zu kicken, hörte ich mir weiter die Geschichte, „Das Kaffee am Rande der Welt“ an. Nahm aber wahr, dass ich das Vorgelesene immer wieder ausblendete und über den Tod, das Sterben, nachdachte. Meine Gedanken zu Svenja, meine Seelenfreundin, die vor bald 15 Jahren die Entscheidung traf das irdische Gewand zu verlassen, wanderten.

… tief in den Wald hinein fuhr, eine unmenge von Chemie schluckte und hoffentlich mit sich im Frieden davon flog. Das Radio war an, als der Förster sie drei Tage später zufällig fand …

… ich dachte über meine erste bewusste Erinnerung des Verlassens meines Körpers nach, damals als Kleinkind, als viel zu viel Gewicht und zerreißender Schmerz im Unterleib, mich erlöste und ich die Szene nur noch schemenhaft, im Zimmer war es stockdunkel, betrachtet …

… an das zweite Verlassens meines Körpers, mit knapp 4 Jahren, als ein großes Kissen mich daran hinderte zu atmen und an das Verlassens meines Körpers 2015, als ein Kehlkopfkrampf mich am Atmen hinderte …

… an die Erfahrung mit 22 Jahren, als ich entdeckte, dass der menschliche Geist, körperlich den Tod herbei führen kann, wenn er dies möchte und „einfach“ den Herzschlag runter dreht … bis es zum Stillstand kommt … soweit gehen zu können löste auf der einen Seite Euphorie und auf der anderen Seite einen Schock in mir aus … und ich war wieder voll da … mit der Entscheidung, dass meine Neugierde auf das Leben, in jeder Lebenssituation stärker sein wird, als dem Wunsch „jetzt schon“ der Sehnsucht nach „zu Hause“ nachzugeben …

… ich dachte an den Dezember 2018, an einen Zustand des Friedens und der emotionallosen inneren Entscheidung und an mein 100% Einverständnis, dass es nun der Moment ist, an dem ich bereit bin über die Regenbogenbrücke zu gehen … ich wollte bis Januar damit warten, damit ich noch einmal meine geliebte Tochter sehen, in die Arme schließen und ihr sagen konnte, dass sie das absolut schönste Geschenk meines Lebens ist/war …

Aus Liebe zu ihr, entschied ich mich zu bleiben. Ja, es dauerte fast ein Jahr bis meine Tochter meiner Entscheidung und meinem ihr gegeben Versprechen, noch zu bleiben, wieder vertraute …

Nein, ich mache mich nicht lustig über die Verstorbenen. Ich sehe den Tod jedoch vielleicht anders. JA, Mitgefühl habe ich, für jedes Wesen ob Mensch, Tier oder Natur, welche durch äußere Einwirkung, durch Hunger, Krieg, Zerstörung, Gewalt oder auch durch schlimme Krankheiten erst ihr Gewand ablegen können …

Doch aus der Adlerperspektive ist auch dies und das klingt sicherlich für viele Menschen hart und empathielos, bedeutungslos.

Als ich 2015 zurück kam, freiwillig, weil ich Mutter eines erst knapp 18jährigen Menschenkindes war und damit einer Verantwortung zustimmte, die für mich hieß: Vermeinde jede Verletzung, jedes Trauma dieser Seele gegenüber, so gut du nur irgend wie kannst.

WIR STERBEN

Ja, du, ich und jeder andere Mensch den du kennst und den du nicht kennst, stirbt – geht irgendwann weiter und entschwindet so unserem Blickfeld. Das ist alles was geschieht. Ea löst sich aus der materiellen Erfahrung.

Als meine Svenja ihre Entscheidung traf, allein im Auto, tief im Wald wo man normalerweise nicht mit einem kleinen PKW hinein fährt, weil die Gefahr besteht, da nicht mehr allein raus zu kommen, stecken zu bleiben, war ich, als die Nachricht kam, dass ein Förster sie nun gefunden hatte, ruhig. Vollkommen ruhig. In einer bisher nie erlebten Akzeptanz ihres Weges, ihrer Entscheidung. Das und meine eigenen Erlebnisse mit „Gevater Tod“ führten zu einem tiefen inneren Frieden mit der Tatsache, dass ich eines Tages dieses Gewand verlasse, auf welche Art auch immer …

Sicher ja, die schönste Art diesen spannenden, im Moment tief in einer Krise steckenden Planeten, diese Menschsein Erfahrung hinter mir zu lassen, ist das friedliche gehen, was, wenn man sich mit den Sterbephasen auseinander gesetzt hat, bei jedem Menschen eintritt, wenn sie/er bereit ist zu gehen … wenn nicht, so wird er/sie auferstehen, egal was auch immer ihn/sie in diese Todesnähe brachte.

Klar dies kann für einige als, „Blase der esoterischen Besserwisser und in Deiner selbst gewählten emotionslosen Beobachterrolle“, empfunden werden. Das ist okay. Das Leben und das Sterben ist nun einmal für viele Menschen vom ersten bis zum letzten Atemzug eine Reise durch das Emotionsland – was auch nur eine Erfahrung ist. Eine Möglichkeit das Leben/Sterben für sich zu erfahren und weder besser noch schlechter, als irgend ein anderes Erfahrungsland.

Die Angst vor dem Sterben, Sterben als etwas zu empfinden was ungerecht ist, was vermieden werden sollte, ist mir fremd und ich erlebe in meinen Begleitungen immer wieder, dass das Ablehnen des Sterbens auf welche Art auch immer ein Mensch sich seines Gewandes entledigt, die Angst vor dem Leben beinhaltet.

Der Mensch, dies ist meine Beobachtung, hat so lange Angst vor dem Sterben, wie sie/er glaubt, etwas verpasst zu haben, etwas nicht gelebt zu haben, nicht erreicht, nicht umgesetzt, nicht zu sich gestanden zu haben … So lange jemand mit seinem Lebensweg im Unfrieden ist …

Ob dies für alle Menschen so ist, weiß ich nicht. Es ist meine Erfahrung die ich in meinen Begleitungen mache und das ist natürlich nicht repräsentativ, da ich nur einen kleinen, winzig kleinen Teil der Menschenfamilie ins Leben begleite und wohl auch auch nur jene über mich „stolpern“, bei denen dieses Thema unbewusst schlummert …

Mein Vater und der Krebs

Er starb nach 5jährigem Kampf gegen den Krebs.

Ich war gerade 22 Jahre jung. Ein paar Monaten bevor er sein irdisches Gewand ablegte, saß ich bei ihm auf dem Bettrand. Er hatte Tränen in den Augen, schaute mich an und sagte: „Cöki“, (die verniedlichung von Corinne), „ich habe Angst vor dem Tod.“

Ich habe keine Ahnung mehr was ich ihm geantwortet habe, jedoch begann er darauf hin zu akzeptieren, dass nun sein Weg über die Regenbogenbrücke weiter gehen wird. Noch nie in meinem Leben war zwischen uns so viel Liebe und Frieden wie an diesem Abend, als ich bei ihm, seine Hand in meiner, auf dem Rand des Ehebettes meiner Eltern saß …

Der Engel des Lichts

Ich ging noch nicht zu Schule als ich eines Nachts einen Traum hatte. Ich wollte immer „Krankenschwester“ werden uns so träumte ich, dass ich erwachsen bin und meine „Aufgabe“ im Krankenhaus war es, den Menschen die Angst vor dem Tod zu nehmen. In meinem Traum betrat ich das Zimmer von alten Menschen und von Kindern, die dabei waren auf die Regenbogenbrücke zu zu gehen. Wenn ich eintrat, wurde das Zimmer in ein warmes, helles, goldgelbes Licht getaucht und dies nahm den Sterbenden die Angst, vor diesem Weg …

Nein, mich über den Tod oder Sterbende lustig zu machen, ist eine Projektion und hat nichts mit mir zu tun. Ich habe lediglich ein freundschaftliches Verhältnis zum Tod …

Danke Andrea Grimme, für dein zeigen mit dem was in dir, durch meine Zeilen, ausgelöst wurde <3

Namaste, (Corinne) Michèle

 

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