Da SEIN – 1. Teil

Was bedeutet, da SEIN, für mich?

Welche Geschichte erzähle ich mir … B-) … und dir … 🙂

Im Endeffekt entzieht sich SEIN meiner verbalen Möglichkeiten. „Mach dir kein Abbild.“ Nein, ich bin keine Christin. Jedoch ja, ich habe mich etwas mit dem Christen-SEIN auseinandergesetzt. Immerhin habe ich acht Jahre durch diesen Verein, meine Brötchen verdient. Damals musste ich mich entscheiden, in das Feld hinein zu springen oder wieder Arbeitslos zu sein. Mir war klar, dass ich eine Festanstellung nur dann bekomme, wenn ich mich taufen lasse. Meine Tochter sagte damals zu mir: „Mama, dann lass dich halt taufen. Aber dann hast du wenigstens wieder Arbeit“. Klar, sie hatte recht. Auf der menschlichen Ebene eine durchaus „gewinnbringende“ Entscheidung. „Ich kann das nicht. Ich kann mich nicht taufen lassen, wegen Geld. Wenn ich mich für die Taufe entscheide, dann nur dann, wenn ich JA zu Gott sagen kann. Wenn ich mich auf dieses Feld einlassen kann.“

 

 

Ich hatte dann mehrere Gespräche mit einem etwas jüngerer Pfarrer und erlebte, dass ich mit meinen Gedanken die ich mir schon über das Thema Gott, Religion gemacht habe, gar nicht so weit vom institutionalisiertem, kirchlichen Glauben. Dachte ich war. Nahm ich so wahr. So ließ ich mich mit über 40 Jahren in einem weißen Kleid, auf welchem, vor der Kirche der Kot einer Taube, landete … Was für eine Segnung, oder? Ja, ich war glücklich mit meiner Entscheidung. Und ja, ich habe durch den Glauben an etwas im Außen lange einen Halt, Trost und Kraft gefunden. Ich konnte beten. Ich war nicht allein. Ich musste nicht alles alleine mit mir ausmachen. Da gibt es eine Kraft, die ist Größer als ich … meine. Die eigene innere Kraft. Der göttliche Funke der wir sind. Wenn man es bei dem Begriff „Gott“ belassen will.

Beim Crash vor 4 Jahren, wurde mir dieser Halt, jeglicher Halt, genommen. Ich hatte jetzt fast vier Jahre lang keine Anbindung, an irgendetwas, was ich vor dem Crash war/tat, glaubte über mich, über andere, über das Leben … Es gab auf nichts Antworten mehr. Es gab nur noch das absolute Nichtwissen. Klar, abwechselnd mit: Ich mach jetzt das … ich will das … ich muss doch … es muss doch … so kann es nicht weiter gehen … Dann wieder Stille. Wenn zurück schaue dann ist es mir, als sei ich zur einer „Schulung“ gegangen. Die Schulung VERTRAUEN.

 

 

SEIN ist Arbeit ;-). So empfinde ich es manchmal. Dann muss ich innerlich lachen. Wie komme ich auf den Gedanken, dass SEIN Arbeit ist. Dass es schwierig ist, mich immer wieder loszulösen, immer wieder aufzuwachen, wenn ich gestorben bin. Weiß bedeutet gestorben? Wir werden nicht geboren, bei der Geburt, sondern wir sterben langsam in die Menschrealität hinein. Wir lernen, daraus eine Realität für uns zu machen.

Wenn ein Kind geboren wird, glaube ich zumindest, kommt es als reine Unschuld. Es ist. Unschuld. Unendlichkeit. Göttin. Gott. Man kann es nennen wie man will. Es wird dem SEIN nie gerecht. Jetzt beginnt das Erleben der Dualität. Viele die ähnlich fühlen/denken wie ich, erzählen, dass sie sich erinnern, dass sie noch ein Bewusstsein dafür hatten, dass da etwas „komisch“ ist … Das sich dieses Menschsein-Ding, sich seltsam anfühlt … Ich kann mich erinnern, dass sich eine ständige Irritation in mir einstellte. Ich konnte meist einfach nicht fassen, was da zwischen den Menschen abging. Wie sie sich gegenseitig weh tun. Ständig kämpfen. Einander herab setzen. Ich hatte viel Anschauungsmaterial 😉 Ich bin im Gastgewerbe aufgewachsen. Außer beim Schlafen, oder wenn ich abhaute und auf einem Baum kletterte, um mal allein zu sein, war ich mitten unter/mit anderen Menschen, die sich irgendwie „komisch“ verhielten … Nicht immer. Manchmal waren sie so lieb. Lustig. Witzig. War es so schön. Warm. Geborgen. Sicher. Daheim. Für kurze Augenblicke.

Doch viel häufiger war es einfach nur verwirrend.

 

 

2. Teil: SEIN
3. Teil: Wandlung

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