Christina

16.- bis 30. Juli 2018 / Auszeit in Andalusien

Montag, 16. Juli, 20.30 Uhr abends ging es los. Diesmal flog ich mit Ryan Air von Memmingen, angenehm überrascht… viel Beinfreiheit im Flieger, sehr freundliche Flugbegleiter, Abflug pünktlich, Ankunft sogar 10 Minuten zu früh. Wie immer noch viel los…. mitten in der Nacht…. am Pablo Picasso Airport in Malaga…. selbst um 23.45 Uhr ist es immer noch sehr warm. Abgeholt werde ich von Jessica, eine wundervolle Frau die ich bereits von meinen letzten Andalusien-Aufenthalten kenne. Wie schön sie wiederzusehen 🙂 Nach einem kleinen „Umweg“ über Malaga, komme ich endlich gegen 2.30 Uhr morgens an meinem Ziel an…. Michéles Finca in den andalusischen Bergen….

Bin selbst „im Dunkeln“ überwältigt von diesem Ort. Michéle empfängt mich mit eingeschalteter Gartenbeleuchtung… wundervoll, die kühle Nachtluft umfängt mich zärtlich und ich fühle mich wohl…. von der ersten Sekunde an.

Nach einer kurzen Nacht kann ich nun endlich alles im Sonnenschein sehen. Herrlich. Ein paradiesischer Ort. Ein wundervolles Haus, liebevoll und „elfengleich“ von Michéle eingerichtet und gestaltet. Das Gästezimmer hat ein eigenes Bad…. schaut man aus dem Fenster sieht man die Alte Mühle…. neben der der Bach herunterrauscht…. und die Berge des Nationalparks.

                   

Ein wundervoller Pool… der in diesen zwei Wochen zu meinem Lieblingsort mutierte :-), Blumen um das ganze Haus herum und am Ende, hinter dem Pool, der Gemüsegarten. Wundervoll ist diese unglaubliche Aussicht… man blickt über die Täler, Sedella, der nächste fußläufig zu erreichende Ort, die Berge und das Meer…. an manchen Tagen sieht man die Küste und Berge Marokkos.

Dieses Haus/dieser Ort ist Natur, Stille und Frieden pur. Meine Seele schwingt sich auf zu Höhenflügen, meine Augen genießen die wundervolle Pracht der Natur, ob nun ums Haus oder während der Spaziergänge mit den beiden Hunden Pepino und Sidi… manchmal war auch eine der drei Katzen…. Blanc, Garfield oder Felix mit dabei…. meine Nase nimmt die wundervollen Gerüche wahr, meine Ohren „hören“ die Stille, ab und zu fliegt ein Vogel vorbei, eine dicke Hummel brummt vorüber…. in der Ferne bellt ein Hund. So fühlt sich Frieden an, denke ich, wenn ich, manchmal spät in der Nacht, mit Pepino noch draußen sitze, in die Sterne sehe, und es kaum glauben kann, dass ich wirklich hier bin… an diesem wundervollen paradiesischen Ort….

      

Die Tage fließen dahin…. mit einer wundervollen Leichtigkeit. Meist stehe ich so gegen 7 Uhr auf… mache mir einen Tee und gehe dann hinaus. Als erstes werden natürlich immer meine „Mädels“ sprich die Blumen begrüßt. Ja, ich spreche mit den Pflanzen, ob zuhause, im Büro oder hier 🙂 ich spüre eine starke innere Verbindung zur Natur… und hier… an diesem magischen Ort in den andalusischen Bergen noch mehr als sonst.

Bald erscheint auch Michéle mit ihrem Kaffee in der Hand und wir tauschen uns darüber aus, wonach uns denn heute so ist. So entstehen, ohne Druck oder „ich muss ja noch unbedingt“ neue Türen für das Regal auf der Terrasse, ein dreiteiliges Schuhregal daneben. Ein Bettentausch findet statt. Ich doch etwas zu groß für die spanische Norm eines Bettes… 1,80 m lang und 1,30 m breit… leider a bissl zu klein für die große Bella Bionda… lächel

Eines morgens saß ich so da und genoss einfach nur mein Dasein als mein Blick… mal wieder… auf die bepflanzte Flächen neben dem Haus fallen. Im überwucherten Dickicht sind einige Rosenbüsche und andere wundervoll blühende Büsche/Stöcke zu erkennen. Leider kann sich ihre Pracht nicht entfalten… Michéle und ich beschließen spontan diesen Dschungel heute etwas zu lichten. Michéle erzählt mir auch das ihr Vermieter, Antonio schon des öfteren „angemerkt“ hatte, dass er sich über ein bisschen jäten und lichten dieses Dschungels freuen würde. Gesagt getan, ich beginne an einem kleinen Stück die überwuchernden Pflanzen zu entfernen und bald schließt sich auch Michéle an…. die dann die nächsten vier Stunden, in der prallen Sonne, mit sehr großem Eifer ans Werk geht, so dass nun alle Rosenstöcke und alle anderen Blühpflanzen freigelegt sind. Die Rosen danken es uns indem sie in zwei Tagen erstaunlich viele Knospen ansetzen, die Michéle – leider erst nach meiner Abreise – erfreuen.

Am nächsten Tag entdecken wir zwei kleine Wespennester am Poolhäuschen. Michéle möchte ihnen sofort mit Giftspray zu Leibe rücken. Ich halte davon nichts, da ich keine Lust auf aggressive und wildgewordene Wespen habe und bitte Michéle den Vermieter anzurufen. Gesagt getan.. am Abend erscheint er und ist angesichts unserer „Gartenarbeit“ mehr als entzückt… Muy bien, muy bien, muy bien… er kann sich fast gar nicht mehr beruhigen. Zum Abschied schenken wir ihm zwei unserer selbstbemalten Herzsteine… einen für seine Frau Mercedes und einen für ihn. Nach anfänglicher Verwunderung und leichtem Zögern nimmt er diese gerne an. Als wir am Abend nach Sedella runterlaufen um in seinem Supermarkt ein paar Kleinigkeiten einzukaufen liegen die Herzsteine bereits an der Kasse, seine Frau Mercedes empfängt uns voller Freude….

 

     

An einem Samstag genießen wir einen wundervollen Mädels-Cocktail-Abend in Torre del Mar. Ein Touristenort am Meer, ca. eine Autostunde von unserem Paradies in den Bergen entfernt. Fünf Mädels…. Michéle, Lara, Jessica, Daniela und ich „atmen“ für ein paar Stunden die Zivilisation. Trinken ein paar Cocktails am Strand (Sex on the Beach :-), schlendern über die Fiera, eine Art Volksfest, welche im Sommer in fast jedem spanischen Ort gefeiert wird. Musik, Lichter, Menschenmassen, überflüssige Dinge zu kaufen… leider sehr „plastiklastig“, Fastfood…. prasseln auf uns ein. Ich freue mich als wir gegen 2.30 Uhr wieder zurück in „unsere Berge“ fahren….

     

Ab und zu kommt Besuch vorbei. So lerne ich auch Ariane kennen, eine Schweizer Freundin von Michéle die in Periana lebt. An einem Abend besucht uns André, ein Freund von Michéle; mit Isabelle, eine Schweizerin mit ihrem Sohn Finn, die auch gerade in Andalusien urlaub machen. Wundervolle unbeschwerte Stunden. Ich plansche und tobe mit Finn im Pool, was mir die Bewertung „Super Granny“ einbringt…. smile.

Herzsteine  / UNSER Projekt

Michéle zeigte mir in den ersten Tagen die vielen Herzsteine die sie täglich bei ihren Wanderungen im Nationalpark mit den Hunden findet. Und so fange auch ich an darauf zu achten, ob ich nicht auch Herzsteine finde… also Steine die die Form eines Herzens haben bzw. die, in meiner Phantasie, eine gewisse herzförmige Form haben. Wir nehmen sie mit. Dann kommt uns die „Herzzeyt“ Idee. Wir bemalen die Steine…. nur eine Seite, die andere Seite bleibt „natur“ und beschließen, diese Herzsteine im Naturpark auszulegen und dafür jeweils einen „Natur-Herzstein“ mitzunehmen. Und erweitern die Idee damit, dass wir an den verschiedensten Orten diese Herzsteine hinterlassen. Auch an unserem Mädels-Cocktail-Abend in Torre machen wir es. Jede von uns verteilt einen Herzstein. Mehr dazu findet ihr auch auf der homepage aussteigen.eu von Michéle.

Einige Steine nehme ich mit nach Deutschland… einen davon gebe ich sofort nach meiner Rückkehr an meinen wundervollen Sohn Simon.

   

Es gäbe noch so viel mehr zu berichten und erzählen…. jedoch… fahr selbst dort hin, fühle, rieche, genieße, spüre, erfahre diesen wundervollen Ort mit Deinen eigenen Sinnen und berichte dann darüber.

Ich für mich kann nur sagen…. Muyyyyyyyy biiiieeennnnn…. oder… sorry Michéle… einfach nur GEIL…. wundervoll, paradiesisch, friedlich…. Ich habe jede Sekunde geliebt… in der Erde zu wühlen, die Aussicht zu genießen, meine Gedanken fliegen zu lassen, den Blut- und dann Vollmond am Pool zu genießen… inkl. Mondfinsternis, mich um all die Pflanzen zu kümmern…. den Pool zu säubern… für mich persönlich Meditation pur…, die Begegnungen mit anderen Menschen, wie auch Lara, Juan und Lao…. Juan… der über hundert verschiedene Bäume auf seinem Grundstück gepflanzt hat und der die größten Sonnenblumen (ca. 5 m hoch!!) hat die ich jemals gesehen habe.

Eines ist sicher… ich komme wieder. An diesen wundervollen und magischen Ort, um noch mehr zu entdecken, zu erfahren, zu fühlen, zu erleben 🙂

Christina

 

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