Aus vollen Eimern

Seit gestern wird diese Gegend reich mit Regen gesegnet und gereinigt. Die Luft riecht herrlich, so frisch, so klar. Die Vögel jubelieren, feiern das Geschenk des Himmels, dass Mutter Erde und schlußendlich uns alle nährt.

Einziger kleiner Ärger den ich persönlich mit dem Regen habe: Mein Dach ist nicht dicht B-) und so hängt ein Eimer, den ich gestern und heute morgen in der früh, fleißig ausleere um meine kleine Villa trocken zu halten. Oh, klingt sehr dramatisch. Lach. So schlimm ist es aber nicht. Zum Glück fließt es nur an einer Stelle herein und ich werde heute etwas Umbauen, da die Steckdose an der Wasserkocher, Toaster und die Kaffeemaschine hängt, ständig die Hauptsicherung raus haut … Also verlege ich heute ein Kabel zu einer Steckdose die fern vom Regenfluss angebracht ist und sobald alles von der bald zurück kehrenden Sonne getrocknen ist, werde ich mal aufs Dach klettern und nachschauen, wo noch ein Leck/Riss ist, der diese Stelle unter Wasser zu setzen vermag.

Die ersten Maßnahmen jedenfalls haben nicht gereicht. Also weiter forschen, ausprobieren, auf den nächsten Regen warten um zu schauen, ob die Stelle nun dicht ist und damit auch die Mauern meiner kleinen Villa an dieser Stelle, in Zukunft trocken bleibt.

Wie geht es mir sonst?

Corona beschäftigt mich weiterhin obwohl ich deswegen eine Facebook-Pause eingelegt habe um mich selbst vor dem virtuellen Krieg ums Recht-Haben zu schützen. Und was passierte dann gestern? Ich bekam von Menschen die meinem Herzen nahe sind, persönliche Nachrichten und die Frage, wie ich darüber denke, was meine Wahrnehmung ist … Ich ließ mich darauf ein – auch, um zu beruhigen, um Ängste zu relativieren und für mich klar zu sagen: Ich weiß NICHTS. Wir alle wissen NICHTS. Und dies gilt es auszuhalten. Frieden zu schließen mit dem Nichtwissen das für den heutigen Menschen so fern ist. Der Mensch hat sich dahin entwickelt zu glauben, dass alles erklären, auf alles eine Antwort zu haben, Wahrheiten zu kennen … Und wiele dieser Wahrheiten, gerade auch im wissenschaftlichen Bereich, entpuppen sich immer öfters als Teilwahrheiten oder gar als falsch … Wir heutigen Menschen sind so sehr in Sicherheit und in der Idee, alles kontrollieren zu können, aufgewachsen, dass wir „Gott“, dass Unvorhergesehene aus unserem Bewusstsein gedrängt haben und zur Überzeugung gelangten, alles im Griff zu haben und wenn nicht, dann haben wir eben versagt, dann sind wir nicht gut genug, dann gehören wir zu den Looser …

Am Abend dann, als ich versuchte den Wassermengen die in meine kleine Villa floß, einhalt zu gebieten spürte ich eine solche Wut. Ich kann mich nicht erinnern, wann das letzte Mal eine solche Wut in mir hoch kochte. Ich fauchte vor mich hin. Meine fünf Fellnasen standen um mich herum und schauten mich mit großen Augen an. „Ja, ich weiß, so kennt ihr mir nicht.“, dann musste ich schmunzeln. Aber es brodelte weiter und ich ging tiefer, ins Zentrum des Drachenfeuers meiner Wut und fand meine Hilflosigkeit angesichts der Krise oder viel mehr angesichts, des virtuellen Krieges der sich durch Corano entfacht hat, angesichts der Spaltung die ich wahrnehme … Ich schaute mir dann über Netflix eine Komödie an, ja, um mich abzulenken, um aus dem Kessel meiner Wut zu gelangen und es funktionierte. Um 21 Uhr kuschelte ich mich, nachdem ich den vollen Eimer vorher noch leerte,  mit dem Buch von James Redfield, Das Geheimnis von Shambhala, ins Bett um Seelennahrung zu mir nehmen …

 

Was tust du für dein Seelenwohl?

Was hilft dir,

in deiner Mitte, in deinen inneren Frieden zurück zu kehren und zu verweilen?

<3

 

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