Augenhöhe / Umzug :-)

 
 
Wir, Jennifer Bussetta und ich, haben vor zwei Tagen ein Haus angeschaut. Mir ging es in dem Haus nicht gut. Ich bekam einen leichten Kehlkopfkrampf … meine rote Ampel, die mich darauf hinweist, dass etwas sich zeigen will, dass etwas nicht stimmt. Klar suchte ich dann erst einmal im Außen. Stimmt mit dem Haus, mit dem Ort, mit was auch immer im Außen etwas nicht? Ist es die Aussicht in die Nähe des Ortes zurück zu kehren, wo meine Andalusienreise am 22. Mai 2016 begann? Liegt es daran, mit einer mir eigentlich doch fremden Person zusammen zu ziehen, die erst gerade einmal vor zwei Wochen in meinen Lebensteich purzelte, weil sie meine Geschichten las und mich persönlich kennenlernen und nur eine Nacht hier bleiben wollte? …
 
Ehrlich, es war und ist von allem etwas. Alter Müll halt, der gesehen werden will. Alte selbstbehindernde Programme schießen gerade wie Pilze aus dem feuchten Herbstboden meines Lebens.
 
Neues Wagen. Einfach springen. Vertrauen. Auf mich zukommen lassen und vamos a ver, was passiert. Jedoch alle möglichen alten Geschichten formulierten immer wieder ein Nein in mir. Was ist wenn … dies oder jenes passiert, schief geht? Was ist, wenn du dich da gar nicht wohl fühlst? Was ist wenn das Zusammenleben zu einem weiteren kleinen Drama in meiner Lebensaufführung wird? Was ist wenn …
 
Leben ohne doppeltes Netz
 
Das übe ich ja nun schon seit Juni 2014 als ein Zuammenbruch und einer Nahdoterfahrung, mich dem Hansterrad entrieß.
 
Seither begleiten mich zwei Absichten: Frieden und Vertrauen. Ich kann mich sehr wohl genau erinnernt, dass dies mein Wunsch ans Universum war – mehr als einmal. Ich will in Frieden mit mir und dem was auch immer im Außen ist und im Vertrauen auf eine größere Weisheit als mein Verstand/Ego, leben. Das war/ist immer wieder meine erklärte Absicht die ich erfahren will. Die Idee, dass wir Menchenkinder friedliebend und im Vertrauen, dass für uns gesorgt ist, miteinander leben können, lässt mich nicht los oder ich lasse die Idee nicht los – weil ich sie als wertvoll genug empfinde, zu ergründen und zu erfahren.
 
Klar, viele Menschen leben in einer Gemeinschaft zusammen. Als Freude, als Liebespaar, als Familie – doch bist du glücklich damit? Erfüllt dich deine Art mit „deinen“ Menschen zu leben? Bist du so sehr in dir, so sehr mit der Quelle verbunden, dass du sowohl zuviefst spürst, mit allem verbunden zu sein und gleichzeitig ein Individium zu sein? Letzteres bedeutet für mich, ich bin für mein Glück oder eventuelles Unglück selbst verantwortlich.
 
Und ich düse, düse, düse im Sauseschritt und brind die Liebe mit …
 
Die Liebe zu mir selbst, die Liebe zum Abenteuer leben. Wir starten zu zweit in ein gemeinsames Projekt und beide sind wir uns bewusst, dass es ein gemeinsamer und gleichzeitig ein individueller Weg ist. Jede ist sie selbst. Jede ist selbst dafür verantwortlich, sich so zu entfalten, dass sie in der Gemeinschaft glücklich, erfüllt ist. Sich am richtigen Ort und Platz fühlt.
 
Mir wird bewusst, dass ich zwar das Wort „Augenhöhe“ kenne und auch in meinem Leben und Geschichten nutze, doch was heißt dies in der höchsten Form, in der Vollendung dessen, Teil von Allem und gleichzeitig ein Individuum zu sein? Was bedeutet es wirklich, andere Mensch strahlen zu lassen und sich/mich dadurch nicht in den „Schatten“ gestellt zu fühlen, sondern selbst einfach für mich zu strahlen?
 
So werde ich auf kleine, alte „Programmphragmente“ gelenkt. Alte Glaubenssätzte zu allen möglichen Themen, Überzeugungen irgendwie nicht gut genug zu sein.
 
Meine Lebensreise bleibt (für mich) spannend. Klar sitze ich gerade nicht hier und laufe über vor Freude auf den nächsten Umzug, auf die nächste Etappe, den nächsten Sprung in eine kleine Gemeinschaft. Da wirken alte Geschichten mit hinein und ich kann sie einfach nur anschauen und mir sagen, ja so ist es gelaufen, wo war es für mich. PUNKT. Es WAR. PUNKT.
 
Jetzt schauen wir mal, was das Leben an neuen Abenteuern bereit hält.
 
Also gut, nochmals einen Umzug – auf die Anstrengung die so ein Umzug auch mit sich bringt, dass Packen, dass Putzen des Ortes das mich seit April beherbergte, das Herausfinden in welches der drei Schlafzimmer im oberen Stock „meins“ werden soll ;-), wie ich meinen Bereich gestalten will – das ist aufregend. Darauf freue ich mich und bin gespannt was Jennifer aus dem unteren Bereich, Küche, Schlafzimmer und Außenwerkstatt und was ich im oberen Bereich erschaffen werden, Küche, 2 Wohnzimmer, 3 Schlafzimmer, 2 Bäder, gemeinsame Terreassen, Abstellräume … und dann den Außenbereich, einen Garten anlegen, einen Platz für Hühner finden, die Terassen gestalten, ein unter „Sternenhimmelbett“ bauen …
 
Was alles so passiert und entstehen will, erzähle ich dir in den nächsten Tagen/Wochen 🙂
 
Jedefalls seit gestern Abend um 10.10 Uhr erhielt ich den Anruf von Alejandro Alex Rietzler, dass wir das Haus bekommen. DANKE Alex für deine Unterstützung bei allen Behörderngänge der letzten Wochen und für das Finden unseres neuen Zuhause. Muchos gracias <3
 
Fortsetzung folgt …
 
Gerne nehme ich dich, wenn du willst, auf die nächsten Etappe meiner Andalusienreise, meiner Lebensreise mit.
 

 

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