Aufstehen

Ich habe gestern oder so einen Beitrag von Robert Betz angehört. Es ist Jahre her, da war er noch Familienaufsteller in München, während der Zeit in der ich das Vereinsbüro für systemische Familienaufsteller – Bert Hellinger, mit aufbaute und … ich glaube es waren 2 Jahre, dort gearbeitet habe und somit einige Familienaufsteller*innen kennlernte durfte. Eine coole Zeit. Mich faszinierte dieses Tool. Mich faszinierte das morphogenetissche Feld, welches Rupert Sheldrake bechreibt.

Aber zurück zum Onlineseminar von Robert Betz, „Wenn du nicht raus kannst, dann geh nach innen!“

Empfehlenswert es sich anzuhören. Was mir vor allem geblieben ist, ist die Frage die man sich, nach dem Aufwachen und vor dem Aufstehen, stellen „soll“: Warum stehe ich auf?

Weil … ?

Was kommt bei dir?

Vielleicht … Stille?

Keine Antwort für vielleicht eine Millisekunde, was für unser Gehirn schon eine recht lange Zeit ist, in dem das Gehirn mal nicht wie ein ständig plapperde Radio, das nicht ausgeschaltet werden kann, vor sich hin quasselt.

Ich stellte mir gestern morgen diese Frage.

Weil …

Im Endeffekt ist es ist die Frage nach dem Sinn des Leben, die mich schon begleite seit meiner Jugend begleitet. „Der Sinn meines Lebens, ist der Sinn dem ich ihm gebe.“, war die Antwort dann irgendwann gegen 30 für mich fand. In den fast 2 Jahren in der ich in der Abgeschiedenheit, viel mit mir allein, kam eine andere Antwort:

Frieden. Der Sinn des Lebens ist für mich Frieden SEIN.

Mit meiner Vergangenheit, mit meinen Eltern und vor allem mit mir selbst in Frieden zu kommen.

Dieser Weg begann intensiver zu werden, nach meiner Nahtoderfahrung vor zirka fünfeinhalb Jahren.

Die Fäden zu meiner Kindheit, zu dem ganzen Schmerz der ich immer und immer wieder aufwühlte, sind seither vollkommen durchgeschnitten. Jetzt geht es um die Feinjustierung 😉

Durch diese Phase des herauskapituliert werden aus dem was vor ein paar Wochen noch mein Leben war geht es nun für mich darum, die Muster die in der Kindheit entstanden sind, sofort zu erkennen.

Noch geht es zu lange. Zu lange wo ich schlafe. Wo ich nicht wach bin. Oder ich könnte auch sagen, nicht Erwachsen bin. Phasen in den ich mein Licht, dass durch den Tod kurz hervorgezogen wurde, immer wieder unter den Scheffel stelle. Mich wieder klein fühle. Diesen Zwitsch, den will ich noch viel früher wahrnehmen. Ich brauche diese Spiele nicht mehr. Ich brauche dieses „Ego“ was da dann geboren wird – schließlich will man ja zeigen, dass man Erwachsen ist … das sich Klein fühlen, vertuschen. Und dann beginnt der „Ego-Krieg“ gesehen, verstanden, angenommen, geliebt zu werden … Doch wie können wir uns je sehen, wenn wir das Kind das wir auch sind, verstecken?

Meine momentane Aufgabe sehe ich darin sofort wahrzunehme, wann die Erwachsene sich hinter das Kind stellt. Also, wenn mein Licht wieder  unter den Scheffel rutscht … Dann kann ich innerhalten bevor kleine oder größere Ego-Ringkämpfe statt finden.

Ist das der Grund, warum ich jeden Morgen aufstehe?

Ja, ich will LEBEN erfahren, erfüllen und ich will, mich mit mir und dem was auch immer ich tue, in Frieden fühlen.

Ich will mich im Einklang (in einem Klang) mit der Puppenspielerin fühlen.

Das ist mein Grund, warum ich im Moment jeden Morgen aufstehe – um die Störungen die im Gehirn geschehen der bohrenden Frage nach dem „Danach“, leiser und leiser zu stellen um sie ganz auszuschalten, um im JETZT die Wegweißer zu erkennen, zu fühlen …

Doch vorsicht, da gibt es nichts zu tun oder zu verändern. Eventueller Ärger über eigene Ängste, Unzufriedenheit oder, oder, oder, wahrnehmen und annehmen. Das ist der Gang durch das Toor der scheinbaren Dunkelheit, raus aus der Trennung von Puppe und Puppenspieler*in.

Ja, ich habe jetzt gerade Angst. PUNKT
Ja, es kotzt mich jetzt gerade an. PUNKT
Ja, es macht mich jetzt gerade wütend. PUNKT

Oder was sonst so daher kommt.
Dann stellt sich mehr und mehr Frieden ein, der Grund warum ich Morgens aufstehe – um diesen Friden und damit die Herrlichkeit des Lebens zu erfahren.

 

Warum stehtst du am Morgen auf?

 

One Comment

  1. Marie-Anne

    Aufstehen? Aufwachen! Sich selber spüren, die Stille hören. Morgens um 4 den Sternenhimmel bewundern, nochmal ins warme Bett zurückschlüpfen, dem Morgenkonzert der Vögel lauschen, mitsingen, sich einen Kaffee kochen, oder doch lieber einen Tee? Oder ein Glas Wasser? Die Morgenkühle spüren, die Erde unter den baren Füßen. Frühlingsluft die nach Erde riecht, gemischt mit Blüten und dem Duft von frischem Grün. Sich wie die Katzen schlaftrunken erstmal strecken, Gähnen, in die Sonne oder in die Wolken blinzeln. Hunger spüren – oder Appetit? Entscheiden was mein Körper gerade mag, Früchte oder Brot oder Körner oder… dem instinktiven Körperwissen vertrauen….. Messages lesen und entscheiden nicht zu re-Agieren, die Katze füttern, sie beobachten, ihren Wunsch nach gestreichelt-werden erfüllen, das weiche Fell spüren, ihr Schnurren hören… Das Geschirr spülen, sich an den schönen Motiven auf den Tassen immer noch freuen. Die Idee neuer Motive zulassen, etwas aufs Papier kritzeln – oder aufs Tablet… die Farbpigmente rauskramen und mal mit einem anderen Medium anmischen, mal schauen, wie das auf Papier, Stein, Holzstückchen trocknet… die Sonne genießen im Liegestuhl und selbstgepressten Saft trinken, eine neue Blüte am Beetrand entdecken, sooo schön pink! Einen amtlichen Brief liebevoll beantworten, sich eine liebevolle und achtsame Gemeinschaft vorstellen, Linseneintopf kochen, sich im Spiegel anlächeln, eine Heilerdemaske auf Gesicht und Haaren auftragen und wilde Grimassen schneiden – ein Selfie davon machen und herzlich drüber lachen. Es an Freunde schicken um sie aufzuheitern oder auch nicht – kurz gesagt, sich wieder spüren, mit allen Sinnen, wahrnehmen, was ich WIRKLICH brauche – und was nicht. Aufstehen für das eigene SEIN.
    🦋🌸🍀🌻🐚🌞🌎🌝🎨🎭🤹🏻🎀💓💕❤️🧡💛💚💙🤍💜😀

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