Auf dem Boden landen

Ja, manchen Menschen scheint der Bodenkontakt etwas zu fehlen. Dazu gehöre ich selbst auch. In meiner Ausbildung zur Leiterin für kreativen Tanz und in allen darauf folgenden Aus- und Weiterbildungen, sagten mir meine Ausbildnerinnen, dass ich wenig Bodenkontakt habe …

Schon als Kind war ich die Verträumte, die, die ihr Leben wohl nie in den Griff kriegen wird, die zu dumm ist, als das aus ihr was werden könnte und als junge Frau, war ich für meine Familie die durchgeknallte und nervige Umweltschützerin, die, die einfach nicht begreifen will, dass die Welt funktioniert wie sie funktioniert und es keinen anderen Weg gibt …

Vielleicht weiß ich einfach nicht was „ihr“ meint, wenn ihr von Bodenkontakt und besser Verwurzelt sein, sprecht. Ich fühle mich da wo ich immer teilweise und manchmal ganz bin, sehr wohl – bis mir wieder gesagt wird, dass ich mal etwas Realistischer werden soll … dann komme ich ins Schleudern und spüre, dass ich das was da von mir erwartet wird … irgendwie keinen Zugang habe.

Ja, vielleicht bin ich eine Träumerin, jedoch ich habe alle Wellen und Hindernissen lebend überstanden, bin immer wieder auf die Füße gefallen, habe nach Lösungen ausschau gehalten und ja, ich war und fühlte mich immer als etwas „anders“ und ehrlich, ich bin oft von dem wie bodenständige Menschen miteinander kommunizieren, oft einfach sprachlos … Ich habe diese Sprache als Kind nie verstanden und nun mit 59 Jahren, verstehe ich sie immer noch nicht. Ich empfinde sie oft als wertend, angreifend, belehrend, erniedrigend, fordern, ablehnen, einschubladisierend, unfreundlich und in den meisten Fällen manipulierend … und das „mag“ ich einfach nicht. In mir windet sich dann alles und ich will nur noch weg. Ja, dann fühle ich mich wie damals als Kind …

Ich habe an mir und meinem inneren Kindheit „gearbeitet“, bin ihm eine gute Mutter geworden, meistens …

Jedoch ich gehe nochmals durch eine Phase, in der ich öfters in mein inneres Kind hinein rutsche und wahrnehme wie sehr ich es/mich ablehnte und wieder versuchte mich dazu zu zwingen, ja „Erwachsen“ zu reagieren und zu agieren … Nicht in diesem Summen im Kopf zu fallen, wenn etwas von meiner Seele (?) als unstimmig registriert wird und ich dann gar nicht mehr verstehe, was man mir sagt, versucht zu „verkaufen“ …

Heute ist mir klar geworden, dass ich mich und mein Mangel an dem was andere „gesunder“ Menschenverstand nennen, noch immer ablehne. Ja, ich versuche logisch zu denken. Ich versuche mir einen Plan B auszudenken – man sagt, dass vermittle einem etwas Sicherheit. Ich habe dies noch nie getan und ehrlich, ich habe keine Ahnung wie ich mir einen Plan B ausdenken soll … Ich folge meinen Impulsen und irgendwie hat es ja funktiniert – sonst hätte ich eventuell keine 59 Jahre überlebt …

Ja, ich habe keine Ahnung was mein nächster Schritt ist. Nach der Aufhebung der Ausgangssperre werde ich diesen Ort mit meinen fünf Seelenbegleiter*innen verlassen … und habe absolut keine Ahnung, was dran ist … wo „ich“ nun hingehen soll … Oh ja, es gibt vernünftige Möglichkeiten, die ich auch nicht außer acht lasse – doch meine innere Signallampe steht noch auf Rot, was soviel heißt wie: Werde ruhig. Vertraue. Du weißt doch, dass wenn du glaubst es geht nicht mehr, kommt von irgendwo ein Lichtlein her.

Ich habe keine Ahnung, warum ich „so“ bin. Warum mein Verstand das Ruder nicht in der Hand hat …

Gut, ich gestehe, dass scheint nicht das Rezept für das zu sein, was Erfolg auszeichnet – nämlich Geld zu generieren … lach

Tja … es ist wie es ist.

Ich will keine „andere“ sein. Ich will nicht anders sein als ich gerade bin.

Für was auch?

Um mich darzustellen als … zum Beispiel als eine gute Begleiterin und Mittlerin zwischen den Welten?

Wenn ich mich dafür verbiegen, irgendwelche Normen erfüllen muss, mich darstellen muss als wäre ich über alles erhalben … Umpf … Schauspieler*innen gibt es in dem Bereich schon genügend. Das ist nicht besonders innovativ … schmunzel

Sei du selbst. Steh zu dir. Zeige dich so wie du gerade bist. Du bist eine Träumerin, dann sei eine Träumerin und Träume. Es gibt indigene Völker irgendwo auf der Welt, die auf die Träume der Träumer*innen hören. Diese Träume weisen ihnen den Weg. Und fast jede neue Erfindung zeigten sich in einem Traum.

Sei was du spürst und lass es, dich verbessern, anders sein zu wollen, dazu passen zu wollen. Wo es passt, passt es. Wo nicht, eben nicht. Es ist unmöglich rund 7,75 Milliarden Menschen (Stand November 2019), zu gefallen, ihrer Ansichten zu sein, das zu sein, was sie in dir sehen möchten oder ihrem Lebensrezept zu folgen. Abziehbilder gibt es auch schon mehr als genug.

Lass es, so sein zu wollen, wie andere dich haben möchten.
Lass es, so sein zu wollen, wie dir beigebrauchte wurde, sein zu müssen um geliebt zu werden.

Wenn du glaubst, dass dich, so wie deine Natur ist, niemand liebt, dann ist dies ein guter Zeitpunkt dich selbst zu lieben

Wenn du magst, begleite ich dich, auf Spendenbasis, auf diesem Weg zu dir selbst.

 

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