ANGST

Wie können wir unseren Ängsten begegnen?

Ja, ich bin mehr als einmal durch den Hades, durch die dunkle Nacht der Seele gegangen. Angst war, vielleicht schon seit Geburt an, eine treue Begleiterin. Ein Kind kommt zur Welt und es hat keinen Platz in der Familie, wird mit 6 Tagen zu einer Tante gebracht. Warum? Die, die es wissen sind inzwischen alle über die Regenbogenbrücke und haben das Geheimnis mitgenommen. Mit zirka dreieinhalb Jahren wurde ich in meine, mir fremde Ursprungsfamilie zurück gebracht und durchwanderte von nun an das Tal der Angst fast jede Nacht. Die Angst, mein Vater erschlägt meine Mutter irgend eines Nachts … Und die Angst, selbst Tod geschlagen und im Wald verscharrt zu werden …

Ich kenne mich also ein wenig aus mit Ängsten. Mit Ängsten, die 2014 zu Panikattacken, begleitet von lebensbedrohlichen, wiederkehrenden Kehlkopfkrämpfen, anwuchsen oder sich endlich in ihrer ganzen „kindlichen“ Größe zeigten, die mein Leben dirigierten und bestimmten …

Ich musste/durfte lernen was es bedeutet Angst und das Sterben anzunehmen. Vor der Angst und dem Tod zu kapitulieren und zu begreifen, dass ich keine Macht über mein Leben und Sterben habe.

Annehmen, war für mich der Weg in die Heilung. Annehmen, dass ein Kehlkopfkrampf dazu führen kann mich über die Regenbogenbrücke zu bringen. Annehmen, dass ich meine geliebte Tochter, damals 16 Jahre, dadurch allein lassen muss, dass ich ihr vielleicht den Schock zumuten muss, mich bei ihrer Rückkehr aus der Schule, Tod vorzufinden … Ja, alles SCHRIE in mir. Es war ein fürchterlicher Schmerz. Nicht das Sterben, sondern das was mein Sterben für meine Tochter bringen könnte … Aber je mehr ich versuchte dies zu verhindern umso stärker wurde der Griff um meinem Hals. Umso größer wurden die körperlichen und vor allem die seelischen/meine Tochter liebenden Schmerzen. Dann kippte es auf einmal. Und alles wurde ganz ruhig. Friedlich. Ein Gefühl von Aufgehoben-Sein. Jeder Gedanke an die Zurückgebliebenen löste sich auf. Es gab keine Vorstellung und keine Idee mehr über Michèle Mensch, Mutter … Irgendwann kam ich auf dem Boden vor dem Bücherregal liegend, wieder zu mir. Mein Hals und mein Brustkorb schmerzten als säße ein Elefant auf mir. Ich schleppte mich zum Bett und legte mich hin. DANKBAR zurück zu sein und meine Tochter noch eine Weile begleiten zu dürfen.

Da begriff ich das Wesen des Annehmens und wie von selbst begann „es“, seine Erfahrungen, seine Eltern, seinen ganzen bisherigen Lebensweg und „sich“ selbst anzunehmen.

Habe ich die Angst besiegt?

Lach … nein. Sie kommt immer mal wieder zu Besuch. Ganz selten nur noch, indem sie mir an die Kehle geht. Wenn sie körperlich ihre Anwesenheit zeigt, dann weiß ich, dass ich auf etwas was gerade am Geschehen ist, klarer hinschauen/hinfühlen soll: Doch bei jeder Form von Angst, ob nur als Hauch oder krachend und eiskalt geht es immer darum, sie anzuerkennen und anzunehmen.

Ja, ich habe gerade Angst.
Ja, ich drehe fast durch vor Angst.
Ja, die Angst macht mich ganz eng.
Ja, es kotzt mich an Angst zu haben.
Ja, ich mag dieses Gefühl der Angst überhaupt nicht.
Ja, es drückt mir fast die Luft zum Atmen ab.
Ja, ich habe Angst.

… und so weiter … Was eben so hoch kommen mag.

Sätze des Annehmens können mit EFT (Klopfen) effektiv unterstützt und aufgelöst werden.

Manchmal braucht es mehrere Runden. Manchmal vergesse ich das Annehmen und darf halt dann einen Tag lang in der Dunkelheit herum tappen, bis ich mich ans Annehmen und Klopfen erinnere oder von Außen erinnert werde …

Es geht also nicht darum, die Angst zu besiegen sondern sie wahrzunehmen, da zu lassen, sie als Teil meines Menschseins anzunehmen.

Was löst in dir das Gefühl der Angst aus?

Benenne sie. Gib ihr deine Stimme. Steh zu ihr. Fühle diese Angst und gehe den Weg des Annehmens.

Denk daran, die Angst kann dich nicht brechen

Gerne begleite ich dich in einer Skype-Sitzung durch deine Ängste. Melde dich einfach bei mir.

 

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