ALTERN

Ich tänzle die letzten Tage in diesem Feld herum … Im Januar das letzte Jahr ohne Sex (kicher). Ab Januar 59 … Ich versuchte für mich zu „fühlen“ wie sich „das“ anfühlt … ohne das Konstrukt dessen was alles in „Alt“ und in „Jung“ an Vorstellungen, Urteilen etc., steckt …

In mir kam die Frage hoch: Darf ich „Alt“ sein?
Und was heißt für mich „altSEIN“?

Körperlich, nun ja, die Haut ist definitiv anders … weicher – die „Hautspannung“ lässt nach … da hilft im Endeffekt auch kein Botox dagegen und auch die teuerste Creme wird das Welken nicht verhindern. Versuche es doch einmal mit dem Blatt eines Baumes. Das Blatt muss natürlich am Baum hängen bleiben. Es ist frisch und jung aber so nach ein paar Tagen spiegelt es sich in der Regenpfütze unter sich und denkt: Ich bin häßlich …

Creme dieses Blat ein, spritz es mit Botox voll, schneide an ihm herum, mach alles um dieses Blatt daran zu hindern, zu welken … Ich denke, du gehst mit mir einig, dass dies unmöglich ist … Außer du „Konservierst“ es Luftdicht.

Mit diesem von „uns“ allen, unbewussten Haltung gegenüber des „Welkungsprozesses“, macht nicht nur die Kosmetikindustrie viiiieeeeellllll Geld …

Es wird uns nicht vermittelt, vorgelebt, dass wir wie alles andere sind und welken, vom Moment unserer Zeugung an. Was wäre uns mit diesem „Bewusstsein“ dann wirklich wichtig? „Du“ weißt vom ersten Moment an, dies hier ist vergänglich. Ich bin vergänglich und alles was ich je sage/tue, unterlasse oder was auch immer, ist veränglich. Ich sterbe/welke, wie jede Blume welkt …

Ich gebe mich dem Leben und damit dem Welken hin.

 

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